200bar Tank und 232bar Ventil?

Servus Forumianer, :winkclassic2:

hab grad nen gebrauchten SM Satz reinbekommen:

10l Stahl mit 200bar gestempelt

“Leider” sind da 232 bar Ventile verbaut.

Gibt das Probleme beim TÜV? Technisch sollte es kein Ding sein, der Prüfer testet ja nur die Flasche?…

oder? :popcorn3:

Also in dem Shop werden die Flaschen für die wiederlehrende Druckbehälterprüfung :wink: vorbereitet. Der Kollege aus dem Shop schraubt also die Ventile runter und stellt dem Prüfer nur die Flaschen hin.

Natürlich sollte sich das Ventil ebenfalls in einem entsprechenden und sicheren Zustand befinden. Aber imho ist das Ventil in der Tat nicht ein Teil der Prüfung.

@Martin ja, sehe ich auch so.

Danke nochmal den reminder dass das ja Druckbehalterprüfung heisst und nicht Flaschen XXX

hab ich irgendwie instinktiv schon vermieden :slight_smile:

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Ich war gerade schwer am grübeln, ob ich schonmal ein 200bar Ventil gesehen habe. Bin bei meinen nachgucken gegangen… es steht überall 230bar drauf. Google liefert nur einen Treffer für eins von Dräger

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Also bei meinem elektronischen Logbuch ist bei Stahlflaschen bei „Arbeitsdruck“ immer 232 bar als Standardwert drin. Spricht für das, was Jenner eben schreibt.

Früher gab es nur 200 bar Flaschen, keine 232 bar. Heute gibt es beide parallel.

Ich habe noch nie darauf geachtet, was auf den Ventilen steht. Steht da in der Tat 200 oder 232 bar?

Ich weiss nicht, wie die TÜV Prüfung in D abläuft.

Der Füller wird damit kein Problem haben, die Ventile für 200 und 232 bar sind ja identisch.

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Also, ich sehe da kein Problem, wenn die Ventile mehr aushalten , andersrum wäre das was anderes!
Die Ventile werden übrigens auch überprüft, da hat sich in letzter Zeit anscheinend was geändert. Mein Kollege hat zum Beispiel keinen TÜV bekommen wegen der Ventile, das war in den Jahren zuvor nie ein Thema!
Bei ihm war wohl der maximale Druck nicht eingelasert bzw. nicht mehr lesbar.

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Wurde die Kennzeichnung geprüft oder, ob das technisch alles noch einwandfrei ist? Oder beides?

Beides! Bei der einen Flasche war ein TAG Ventil verbaut und die hat keinen TÜV bekommen, da anscheinend leicht deformiert.
Irgendwie seltsam, vielleicht auch nur ein Prüfer der ein schlechtes WE hatte.

Die Prüfer haben einen gewissen Ermessensspielraum. Ich wüsste z.B. einen anderen, der penetrant darauf achtet, dass M25x2 drauf steht.

@Martin “Leichtstahl” Flaschen sind i.d.R. mit 200bar gestempelt.

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Interessant. Der TÜV unterscheidet sich in Sachen Flaschenprüfung offenbar teilweise erheblich von der Schweizer Empa.

  1. Kleinkonische Flaschen werden in der Schweiz anstandslos von Tauchshops angenommen und geprüft. In D weigern sich die meisten Shops, diese anzunehmen. Wie es mit der Prüfung selber aussieht, weiss ich nicht. Kann man die Flaschen selber zum TÜV bringen?
  2. In der Schweiz wird nur die Flasche geprüft, nicht das Ventil. Die Flasche MUSS ohne Ventil angeliefert werden.
  3. In der Schweiz sind sowohl G3/4 Flaschengewinde als auch M25x2 in Gebrauch. Wenn eine Flasche das Gewinde nicht ab Werk eingestanzt hat, macht das die Empa.
  4. Die Ventile müssen nichts eingraviert haben, die Empa sieht sie ja gar nie.

Somit entfällt das Thema 232 bar Ventil auf 200 bar Flasche. Es liegt in der Verantwortung derjenigen Person, die das Ventil montiert: Privatperson, Tauchshop…. wer auch immer.

Ebenso 200 bar vs. 300 bar, hier muss das korrekte Ventil eingeschraubt werden.

Ebenso M25x2 vs. G3/4, hier besteht eine erhebliche Gefahr durch Verwechslung.

Auch die Montage mit dem korrekten Drehmoment ist Sache des Mechanikers.

@Turbo wenn ich das richtig verstehe, ist das bei euch eine staatliche Einrichtung. Bei uns darf die Überprüfung von Prüfern verschiedener Organisationen durchgeführt werden… deswegen darf das bei uns auch nicht (mehr) als “Flaschen TÜV” deklariert werden.

Die Prüfungen selbst finden häufig in Betrieben statt, die Druckbehälter bearbeiten und dann turnusmäßig Besuch vom Prüfer bekommen. Weil der Prüfer gleichzeitig Sachverständiger ist steht er bei Fehlern direkt auf sehr dünnem Eis. Im Zweifelsfall wird der Auftrag dann lieber abgelehnt - ähnliches Spiel wie bei Eintragungen an Fahrzeugen.

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Ist in der Schweiz analog, auch hier dürfen private Stellen EMPA Prüfungen machen.

Wenn die Ventile einen höheren Druck vertragen, als die Flasche, ist das kein Problem. Du kannst ja auch VR Reifen auf einen Wagen fahren, der nur 150 km/h schnell ist. Unser “TÜV” sieht sich auch das Ventil an, nach dem öfters ein Ventil verbaut wurde, das nicht zur Flasche passt (Gewinde).

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Wenn ich an die diversen M25x2 Ventile denke, welche aus G3/4 Flaschen raus knallten und tödliche Unfälle verursachten, ist eine Kontrolle Flasche-plus-Ventil sicher sinnvoll.

Das verhindert jedoch nicht, dass ein User das Ventil nach der Prüfung austauscht.

Das Problem ist die bescheuerte M25x2 Norm, welche die Deutschen eingeführt haben.