Ab-, Auf- und Austauchen mit Trocki und was soll das Unterarmventil?

is so n 2000er Jahre Dings, da hatten die mehrere Hersteller im Angebot. So bei Kallweit immer noch erhältlich…

Bei Maßfertigungen, oder „Premium Anbietern“ ist es üblich, das Ventil nach Kundenwunsch zu montieren. Das Ventil am Unterarm war mal bei Tauchausbildern sehr beliebt, weil man (scheinbar) bei senkrechtem Aufstieg oder Rettungsübungen nicht die ganze Luft aus dem Anzug verliert.

Interessant. Ich kenne es eigentlich nur von Berufstauchern die im Stehen arbeiten. Die sagen, dass es an der Schulter eher kontraproduktiv ist und man während dem Arbeiten dann ständig Luft verliert.

aber warum macht man während der arbeit das ventil nicht zu. soabld ich abtauch mach ich es auch zu, sobald ich dann anfang flacher zu werden öffne ich es.
versteh da das Problem nicht

Ja, war von mir schlecht formuliert. Am Unterarm STATT am Oberarm, Damit man beim senkrechten Aufstieg nicht die Luft verliert.

So mach ich das auch. Nur beim Auftauchen mach ich (ab und zu) das Ventil auf. Sonst drück ich drauf.

Aber naja, ein Berufstaucher hat da vielleicht ganz andere Anforderungen. Steht da rum und macht was. Hat möglicherweise die Hände permanent voll. Keine Ahnung. Kann also schon Sinn machen und für Dich und mich als Spaßtaucher nicht.

Dieses Ventil vorne am Unterarm kenne ich - aber nie selbst getaucht. Und ich kenne es nur komplett offen, also ohne Drehmöglichkeit um es zu verschließen. Und damit war das für mich nie eine Überlegung, da ich mir immer dachte, dass ich da eher unabsichtlich wie absichtlich die Luft verliere. :wink:

Wird auch so gemacht. Da die arbeiten zumeist auf gleichbleibender Tiefe stattfinden, muss man auch nicht nachtarieren. Zumal Berufstaucher für einen besseren Stand deutlich überbleit sind.

Interessant. Und warum?
Ich mache mein Ventil beim Abtauchen auf.
Es ist ein Überdruckventil. Du musst nur bei zunehmender Tiefe Luft nachfüllen.
Darum heißen Trockentauchanzüge auch Konstantvolumen Anzüge.

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und warum sollte es offen sein während des abtauchens?

Aus sicherheitstechnischen Überlegung macht es eigentlich Sinn das Ventil immer offen zu lassen. Das hat unterschiedliche Gründe, z.B. weil Luft aus dem Anzug lassen sehr träge ist. Kommt man in eine Gefahrensituation und muss ggf. schnell reagieren, reicht dann das Körperdrehen. Ob man eine Hand dafür dann auch noch frei hätte zum Aufdrehen, kann man erst in der Situation entscheiden. Ebenfalls kann es zu unnötigen Problemen führen, sollte doch mal etwas passieren und man wird abgeschleppt. Dann macht es dem Rettenden sicherlich das Leben leichter, wenn er nicht auch noch aufdrehen muss. Der wird die Hände schon voll genug haben, z.B. wenn er/sie dir den Atemregler reinhalten muss. Daher sollte die Regel eher so sein: An der Oberfläche zu, damit ich nicht ungewollt Auftrieb verliere. Mein Kopf und Schulter ist aus dem Wasser, bin ich sauber ausgebleit, fehlt mir bei vollen Tanks dann Auftrieb, den ich nicht auch noch verlieren will. Unterwasser offen.

Ich mache kurz vor dem Abtauchen auf und lasse die Luft raus soweit nötig. Mache dann zu, um durch den Druckunterschied nach unten nicht unnötig Luft zu verlieren und den Squeeze ein bisschen rauszuzögern. Mache dann erst wieder auf beim Aufstieg (also ganz so wie empfohlen :rofl:)

Zum abtauchen.
An der Oberfläche ist es geschlossen, Damit ich etwas mehr Luft im Anzug habe.
Ich tariere auch nicht über den Anzug.
Wenn das Ventil richtig eingestellt ist, musst du beim abtauchen nur Luft einlassen und beim auftauchen nichts machen.
Und da sich im Laufe des TG nur das Gewicht, aber nicht dein Volumen ändert, gleiche ich das mit dem Wing aus. Nicht mit dem Trocki.

da ich sidewinder tauche ist mein wing garnet angeschlossen. anyway. meins ist zu und vorm auftauchen mache ichs auf.

Normalerweise würde ich „Kleine Fehler“ hier kommentieren und erklären.
Aber das würde hier zu weit führen.
Wenn du trocken tauchen willst, kann ich dir nur nahe legen, ein „Trocki-Kurs“ zu belegen.

Nur ein paar Punkte, die du beachten solltest, bis du den Kurs absolvierst hast.
-wir tauchen grundsätzlich langsam auf.
-wenn du im Notfall keine Hand frei hast, für deine Rettung, dann machst du etwas falsch, oder setzt falsche Prioritäten.
-wenn man schneller auftauchen muss, als das Ventil arbeitet, lässt man über die Manschette die Luft ab.
-wenn man nicht über den Anzug tariert, kann man auch noch sein Wing entlüften.

wenn du andere, die du nicht kennst, noch deren Ausbildungsstand, schon kommentieren möchtest, dann tu das doch bitte auch. Ich lasse mich gerne über „Kleine Fehler“ aufklären. Wenn es hier im Tauchforum „zu weit“ führt, dann würde ich mich fragen „Wo dann?“.

Erstenmal sind es keine „kleine Fehler“.
Und dann besteht so ein Trocki-Kurs aus Theorie (die man sich auch anlesen könnte) und der Praxis.
Da wird dir gezeigt, wie du die Theorie in die Praxis umsetzt.
Mit Fehlerkorrektur.
Und das kann ein Tauchforum nicht leisten.

Und deshalb ist mein Ventil beim Abtauchen auch schon zu. Erst auf Zieltiefe stelle ich auf offen.

Natürlich ist das Ventil zunächst offen, bis ich auf (je nach Vereinbarung) 2-5m Tiefe tariert bin. Dann schließe ich, Abstieg mit negativen Auftrieb und Gasauffüllung im Squeeze zu verhindern.

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Ich öffne meins auch immer nur wenn ich auftauche und Luft ablassen möchte. Über das Wing lassen sich temporäre Volumenschwankungen gut korrigieren, das Ventil lässt sich auch mit etwas in der Hand noch einfach öffnen und die Ablassventile mit hohen Profil arbeiten ziemlich effektiv, auch wenn man den Anzug dauerhaft befüllt. Über die Manschette, mit dicker, darüber liegender Haube und dicken bzw. Trockenhandschuhen, Luft ablassen, halte ich für sehr schwierig. Ebenso mit dem Wassereinbruch einen längeren, kalten Dekotauchgang durchzustehen.
Auf dem Papier ist natürlich immer alles gewartet und funktioniert dann auch. Zieht das geöffnete Ventil gemäß Murphys Gesetz, bei besagten Tauchgängen doch mal Wasser, wird es ebenfalls ungemütlich

Wenn man mit geschlossenen Ventil abtaucht, hat man idR noch (zu) viel Luft im Anzug, das man mit Blei ausgleichen muss. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das die meisten Trockentaucher nicht so recht klarkommen, weil sie ständig am Ventil rumdrehen. Die meisten haben zu viel Luft im Anzug, weil sie glauben, das hält besonders warm. Und damit haben sie auch zu viel Blei. Und überfordern damit das Ventil, das dann nicht mehr sauber arbeiten kann.

Aber das ist halt alles sehr individuell.
Darum soll man auch ein Kurs belegen, damit jemand von aussen sich das ansieht und evtl. Tipps gibt.

Was ich immer wieder sehe, das „Trocki-Anfänger“ kein Kurs belegen, sondern es sich von anderen Tauchern zeigen lassen, die es auch nicht richtig können.

Das mit „in die Manschette greifen“ ist auch Theorie.
Eine Neoprenmanschette dichtet über den Anzug INNENDRUCK.
Eine „Gummi“ Manschette über den Anzug AUSSENDRUCK.
Dem Wasserdruck.
Und da sie großflächig aufliegt, kann sie auch recht locker sein.
Wenn man dann senkrecht aufsteigt, reicht es oft schon, den Kopf auf die Brust zu legen, weil die Luft sich da sammelt und der Druck sich erhöht.
Dazu sollte allerdings die Kopfhaube nicht zu eng sein.

Auch wenn ich mich jetzt wiederhole.
Dafür belegt man ein Kurs.

Ich glaube, dass es grad beim Trockentauchen viele Meinungen und auch Umsetzungen gibt. Und gerade hier wird keine davon 100% richtig oder falsch sein. Hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Anforderungen unterschiedlich sind. Siehe alleine der Vergleich Berufstaucher vs Spaßtaucher - und unter diesen jeweiligen Oberbegriffen verbergen sind ja eine Menge möglicherweise ganz unterschiedlicher Anforderungen. Eine Anforderung kann auch Bequemlichkeit sein - solange die Sicherheit nicht leidet.

Wie schon angedeutet habe ich das Ventil fast immer zugedreht. Selbst beim Auftauchen meistens. Wenn ich an der Leine hänge und Deko mache oder dann die letzten 5 Meter beim Auftauchen mach ich’s dann auf. Beim Abtauchen bzw, wenn ich ins Wasser gehe, geh ich in die Hocke und drück halt kurz drauf und die überschüssige Luft ist raus. Ebenso, wenn ich vom Boot ins Wasser springe. Kein Problem. Ansonsten tarier ich eher mit dem Trocki als mit dem Jacket. Der Trocki sollte halt ausreichend gut passen und überbleit sollte man auch nicht sein. Außerdem sollte das Ventil optimal sitzen. So ist das bei mir, hab keinerlei Problem, die Luft rauszukriegen. Muss da nur bissle drauf drücken und mich minimal zur Seite bewegen. Hab ich mal beide Arme voll (z.B. zum Filmen) und will flexibel sein, mach ich halt vor Videostart das Ventil auf. Kommt aber selten vor, dass ich da so busy bin, dass ich nicht auf’s Ventil drücken könnte. Und im Notfall wäre der Videoclip dann eben für die Tonne.

Halsmanschette, puh… Also ich glaub, ich würde mich da auch schwer tun. Egal ob Neopren oder Latex. Bis ich da Zugriff hab, bin ich oben.

Zum Thema Kurs: Sicherlich zu empfehlen und jedenfalls hier bei uns im Dunstkreis wird der Trocki zusammen mit einem Kurs verkauft, den man so gleich mit erwirbt. Beim Internethändler aber natürlich nicht, klar. Jedenfalls aufgrund der vielen unterschiedlichen Arten, die wir hier nun lesen konnten, frage ich mich, ob die Diskussion nicht die Gleiche wäre - ob mit oder ohne Kurs. Da wird doch jeder etwas anderes sehen und lernen. :wink:

Ich denke, wir sollten genau definieren, was in diesem Zusammenhang „abtauchen“ bedeutet“.

In meinem Verständnis stehe ich schultertief im Wasser, der Wasserspiegel reicht gerade ans Kinn. Jetzt die letzte Luft raus aus dem Trocki - Ventil offen.
Dann „abtauchen“ auf Kontrolltiefe (2-5m, je nach Vereinbarung und örtlichen Gegebenheiten) - da sollte Tarierung spätestens passen. Dann erfolgt das Abtauchen auf Zieltiefe und mein Ventil ist geschlossen.

Ich denke die Unterscheidung zwischen diesen zwei „Abtauchen“ Varianten könnten ggf unterschiedlich angenommen werden. Konkret formuliert hilft :slight_smile:

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