Hallo
Die CE für den Kiss-Sidewinder ist da. Nun müssen nur die Instruktoren her.
Liebe Grüße Jens
Ich werde ja nie verstehen, warum jemand Wert auf CE legt.
Hi Jens,
das scheint leider (mal wieder) nur die halbe Wahrheit zu sein. CE ist wohl NUR für die Backmount Version, für die Chestmount und Sidemount Version gibt es aktuell kein CE. Anscheinend sind sie in der Vorbereitung zur Produktion und dann müssen erstmal Instruktoren bedient werden. Den ein oder anderen den ich kenne, der hebt schon längst den Mittelfinger und hat da kein Bock mehr drauf. Ein Instruktor braucht auch mindestens 100 Stunden auf der Einheit, bevor er unterrichten darf. Da stellt sich mir ein bisschen die Frage: Ob das (jemals) noch was wird? Dass man als Kunde bis Ende des Jahres einen KISS 2 erwerben kann und dann auch darauf geschult wird, wird schon äußerst knapp und dann wirds auch eher der Backmount sein. Und wenn man sich die Historie des Xdeep Regs anschaut, …..
Auch eine spannendes Interview mit Mike Young. Da wird auch erklärt, warum sie (ohne Mike) sich für das CE entschieden haben.
Guten Morgen
Die Lasergravur hat es auf das Backmount-Gerät geschafft. Ich habe nicht explizit danach gefragt, ob die CE nur für das Backmount-Gerät gilt.
Und ja der Weg zum Instruktor ist weit. 100 Stunden auf dem Gerät, dann Teilnahme an zwei Ausbildungen, dann eine Ausbildung mit 2 Schülern unter Aufsicht eines Instruktortrainers. Das wird schon bis Ende des Jahres dauern.
Liebe Grüße Jens
Moin Moin,
mich hat das auch etwas irritiert. Das sagt dir dort nämlich niemand. Wir haben es unter vorgehaltener Hand durch gute Connections gesagt bekommen. Hab mal kurz durch meine Fotos geblättert und in der Tat sieht man das auch nur auf der Backmount Version. Verändert man ein CE geprüftes Gerät nämlich, muss man eine erneute Prüfung durchlaufen. Warum die Prio hier auf dem Backmount liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist das auch die meist verkaufte Version.
Ich weiss immer noch nicht, warum CE eine Bedeutung hat. Kann mir das jemand erklären?
Label “nur für Export” und alles ist gut. Oder sehe ich das falsch?
Hallo Turbo
Letztendlich wird dir das nur ein Jurist genau auseinander nehmen können.
So wie ich es verstanden habe, spiegelt das CE-Zeichen das Zusammenspiel von PSA (Persönliche Schutzausrüstung) und EN (europäische Norm) wider. In der PSA wird festgelegt, welche Produkte als Schutzausrüstung gelten und welche grundlegenden Sicherheitsanforderungen sie erfüllen müssen. Tauchausrüstung gehört meistens zu Kategorie III (Schutz vor tödlichen Gefahren). Ohne eine Prüfung durch eine unabhängige Stelle dürfen Produkte der Kategorie III in der EU nicht in den Verkehr gebracht werden. In den ENs sind dann die technischen Prüfkriterien definiert. Das CE-Zeichen ist dann das Endergebnis des Prozesses. Die EN 14143 regelt die Anforderungen an Rebreather, z.B. Atemarbeit, CO2-Absorption, O2-Überwachung, Druckfestigkeit usw.
Die CE richtet sich also im Wesentlichen an den Handel bzw. den Hersteller. Sie soll den europäischen Markt harmonisieren und einen Schutz der Verbraucher vor „minderwertigen“ Produkten, die die PSA-Kriterien bzw. die EN nicht erfüllen, herstellen. Ein Hersteller, der das CE-Zeichen anbringt, sichert dir bestimmte Produkteigenschaften zu. Der alte KISS Sidewinder durfte also nicht in Europa verkauft werden. Will man sich den Markt entgehen lassen?
Du als Privatperson kannst einen Rebreather ohne CE besitzen und tauchen. Nur der Handel mit dem Gerät wird schwierig werden. Wenn du mir deinen Rebreather ohne CE verkauft, ich verunglücke, könnte ich oder meine Hinterbliebenen, versuchen, dich in Haftung zu nehmen, da du ein Gerät der PSA-Klasse III in den Handel gebracht hast, der die Voraussetzungen nicht erfüllt. Ob neben den zivilrechtlichen Konsequenzen auch strafrechtliche Konsequenzen in Frage kommen, kann ich nicht beurteilen.
Liebe Grüße Jens
Hm, ich bin nicht sicher, ob das so stimmt. Mit dem Hinweis “nur für Export” werden immer wieder sehr hochwertige und sehr teure Produkte verkauft. Nicht nur von privat, sondern auch von namhaften Firmen.
Mein Divesoft Liberty CCR wurde mir via Deutschland auch so verkauft, weil ich alle Anschlüsse in G5/8 wollte, nicht teilweise in M26x2. Offenbar widersprechen G5/8 (für O2) und CE sich. Mir war das schnuppe.
Hallo Turbo
Aus deiner Antwort wird nicht klar, war nicht stimmen könnte.
Natürlich werden mit dem Hinweis „nur für den Export“ hochwertige und teure Produkte verkauft. Das habe ich auch nie bezweifelt. Mit dem Hinweis „nur für den Export“ kann man Produkte kennzeichnen, die in Europa lagern und umgeschlagen werden. Sie werden aber nicht in den Verkehr gebracht, also für einen Endverbraucher oder einen Händler entgeltlich oder unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
G5/8 und O2 widersprechen sich laut EN. Für so ein Gerät kann es keine CE geben. Wenn divesoft dir so ein Gerät verkauft, dann ist das Sache von divesoft bzw. dem Händler, der dir das divesoft verkauft hat. Es wird erst im Schadensfall interessant, ob das Gerät eine CE hatte oder nicht. Nach der CE-Prüfung findet keine weitere Überprüfung statt. Das wäre organisatorisch gar nicht zu leisten.
Wenn man als Endverbaucher ein Produkt ohne CE kauft und importiert, darf man das Gerät natürlich nutzen. Bist du nicht in der Schweiz? Durch bilaterale Verträge mit der EU gelten dort fast wortgleich PSA, EN und CE. Da die Schweiz aber kein EU-Mitglied ist, bietet die Überwachung von Importen aus Drittstaaten (oder der Export aus der EU in die Schweiz) ein Schlupfloch. Wenn Divesoft (Tschechien) oder dein Händler aus Deutschland in die Schweiz liefert, ist das für die tschechischen bzw. deutschen Behörden ein Export aus der EU. Damit ist die CE-Pflicht für den tschechischen Hersteller bzw. den deutschen Hersteller beim Verlassen der EU formal erfüllt (da „Export only“).
Liebe Grüße Jens
Naja es gibt hier eines was ja in dem Video ganz klar erklärt wird. Die kiss Rebreather aus den USA sind als Spezial Geräte definiert. Besser gesagt als Militärisches Gerät. Und es darf so auch nur an Spezialisten verkauft werden. Aber die wollen und werden die Sidewinder in Europa produzieren, und das man das auf den freien markt verkaufen darf brauchst eben CE. Ist halt so in Europa. Wenn man sich das Video mal ansieht, und aufpasst, wird auch erklärt wie das Mittelstück aufgebaut ist. Und das dieses Teil sozusagen ein Universal Stück ist. Es gibt aber auch ein Video wo der Patrick erklärt das sie dieses Teil im Zuge der CE Zertifizierung umbauen mussten. Das man es nicht verkehrt einbauen kann. Das ist ja die krux an dem ganzen. Das es in der CE Zertifizierung eben Vorgaben gibt die eine Änderung bedürfen. Also Teil neu designen und neu produzieren. Und nun kommt das was keiner sieht. Die meisten Teile sind Kunststoffteile. Für eine Serie braucht man Formen zum Spritzen. Die Kosten ein Vermögen. Und die baut man auch nicht von heute auf morgen um. Teilweise muss man sie sogar neu bauen lassen. Und es kann im Zuge dieser Änderungen vorkommen, das eben das neue Design so nicht gefertigt werden kann. Weil es technische Probleme gibt. Diesen Rattenschwanz haben die eben nicht auf dem Schirm gehabt. Und meiner Meinung nach auch echt unterschätzt.
Man sieht aber in dem Video, was sicher alles möglich ist mit einem Erfinder mit viel Erfahrung wie Mike Young. Aber es ist eben ein Unterschied ein bestehendes Produkt zu verbessern und teilweise neu zu bauen. Zu einem kompletten neu designen. Und auch wenn die Leute rund um Patrick sicher ihren Job verstehen, so ist Patrick sicher ein Tüftler und Tester. Aber ziemlich sicher kein zweiter Mike Young. Und der hat wie er in dem Video sagt sehr viel in seinem Leben gebaut. Und weiß um viele Probleme. Aber er sagt ja auch eindeutig er hatte eine Produktion in den Ausmaß wie es Patrick und seine Partner wollen nicht machen können. Weil ich glaube wenn das möglich gewesen wäre, hätte man es auch in den USA machen können. Wollte man eben nicht.
Ich finde es eben nur schade daß sie sich hier echt schwer verschätzt haben. Sie haben das Thema glaube ich auch unterschätzt. Und natürlich wird man dadurch zu einem gewissen Teil unglaubwürdig. Weil das neue Design wurde glaube ich vor 3 Jahren vorgestellt. Und seither heißt es immer nur wir hoffen im Sommer ist es so weit. Und nun wird es auch noch eine Weile dauern bis das wirklich soweit ist. Und dann kommt erst die ganze Geschichte ins Rollen. Und ich wünsche ihnen, das es nicht so endete wie mit ihren Reglern. Die habe ich bis jetzt einmal in einem Laden gesehen. Waren aber auch gleich wieder weg. Seither sehe ich sie nur online in PR Fotos von xdeep.
Wie es auch anders gehen kann zeigt Mike Young mit dem Dive Talk Go. Auch wenn der kein CE hat. Kann man den bekommen. Und der entwickelt die auch weiter….
Ich hatte mein Liberty in Deutschland vom deutschen Instruktor und Händler gekauft. Mit G5/8 Sauerstoffanschluss. Ging ohne Probleme, es gab nicht mal eine Diskussion zum Thema. Somit vermute ich, mein Gerät hat keine CE. Ich weiss es nicht mal, weil es mir egal ist.
Exakt so kann man doch jedes Gerät ohne CE verkaufen, sofern der Käufer das mitmacht. Oder irre ich?
Hallo Turbo
Dein Liberty wird keine CE haben.
Die Schweiz verlangt rechtlich dieselbe Sicherheit wie die EU. Der Unterschied liegt oft nur in dder Tatsache, dass die Schweiz als „Exportziel“ für EU-Hersteller gilt, wodurch diese Geräte ohne CE-Zertifikat dorthin schicken können, ohne gegen EU-Recht zu verstoßen. Der Hersteller sichert sich oft über einen Disclaimer ab, in dem der Käufer bestätigt, dass er weiß, dass das Gerät keine CE hat und er es in der EU nicht als PSA verwendet. Oder es werden halt stillschweigend von beiden Seiten PSA, EN und CE ignoriert. Die EN bzgl. G5/8 und M26x2 und der Verwendung von O2 > 21% ist ein prima Beispiel dafür, dass eine Norm in vielen Teilen ignoriert wird. Die Verantwortung für die Konformität und den Betrieb liegt dann beim Nutzer.
Keine Ahnung, wie das bei dir abgelaufen ist. Wie dem auch sei, bei einem Gerät ohne CE oder dem schweizerischem Äquivalent kann ein Händler mit Verweis auf die fehlende CE Service, Reparaturen und so weiter ablehnen. Auch wird bei einem Unfall, sofern ein Gutachter hinzugezogen wird, festgestellt werden, dass das Gerät keine CE hat. Ob die fehlende CE dann relevant für den Unfall ist und welche Konsequenzen aus der fehlenden CE gezogen werden, ist eine andere Frage.
Liebe Grüße Jens
Hallo
Wird der Sidewinder 2 denn dadurch verändert, dass man ihn sidemount und nicht backmount-taucht? Am Rebreather muss man nichts ändern oder?
Hat der Halcyon-Symbios chest-mounted Rebreather auch für jede mögliche Konfiguration, sidemount, backmount, eine eigne CE?
LG Jens
Ich habe das Gerät in DEUTSCHLAND gekauft vom deutschen Händler. Divesoft hat nach Deutschland geliefert.
Nach wie vor stelle ich mir die Frage, was mir als Endkunde eine CE bringt ausser höheren Kosten. Und im Anschluss die Frage, warum ein Hersteller überhaupt CE macht.
Haben US Produkte auch CE? Extra für Europa-Exporte eine CE? Ja, Halcyon Symbios ist sicher ein Paradebeispiel.
Hallo Turbo
So haben z.B. Scubapro-Atemregler eine CE.
Das wurde doch alles schon durchgekaut.
Wie das möglich ist, wurde auch schon beantwortet, zumindest meiner Meinung nach. divesoft darf ein Gerät nach Deutschland ohne CE liefern. Der Händler hat es anscheinend in den Verkehr gebracht. Das hätte er nicht gedurft, hat ihn aber nicht interessiert. Wird ihn aber interessieren, wenn Regressansprüche gegen ihn gestellt werden. Hoffen wir, dass das nie der Fall ist.
Liebe Grüße Jens
Ja. Jeder der 3 Versionen hat eine andere counter lung. Die sind baulich unterschiedlich. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann braucht es auch noch 1-2 Metallteile wegen anderen attachment points. Genau kann ich es nicht sagen.
Wenn man die Kommentare im Xdeep Post von Patrick Widmann liest, scheint es keinen sehr großen Unterschied zwischen Backmount und Sidemount zu geben, was die letztendlich Position der Lungen angeht. Es scheint wohl eher ein Problem zu sein die Druckkammer zu finden in die die Sidemount-Version samt Puppe für die Tests reinpasst. Klingt aber alles auch nicht so, als wäre das mal schnell erledigt. Für den Backmount haben die jetzt 5 Jahre gebraucht. Sicherlich haben sie da einiges Unterschätzt. Viel Papierkram wird gleich sein.
Hallo
Ah, das mit den unterschiedlichen Gegenlunge wusste ich nicht. Aus dem, was Patrick Widmann erzählt hat, waren z.B. die Kalkkanister ein größeres Produktionsproblem.
LG Jens
Man Frage mal Chat GPT.
Die CE-Kennzeichnung braucht man, weil sie in der EU gesetzlich vorschreibt, dass bestimmte Produkte sicher sind und europäischen Standards entsprechen. Konkret bedeutet das:
Zulassung für den EU-Markt:
Ohne CE-Kennzeichnung dürfen viele Produkte (z. B. Elektronik, Maschinen, Medizinprodukte, PSA, Spielzeug) nicht verkauft oder in Verkehr gebracht werden.
Sicherheits- und Gesundheitsnachweis:
Das CE-Zeichen zeigt, dass das Produkt die EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz erfüllt.
Herstellerverantwortung:
Der Hersteller erklärt mit der CE-Kennzeichnung rechtlich verbindlich, dass sein Produkt konform ist. Bei Problemen haftet er.
Freier Warenverkehr:
Ein CE-gekennzeichnetes Produkt darf in allen EU-Ländern ohne zusätzliche nationale Prüfungen verkauft werden.
Verbraucherschutz:
Für Käufer ist CE ein Mindest-Sicherheitsstandard (kein Qualitäts- oder Gütesiegel, sondern ein Pflichtzeichen).
Kurz gesagt:
Ohne CE kein legaler Verkauf in der EU – mit CE Nachweis von Sicherheit und Konformität.
Also wenn man das so liest, und nochmals das Video vom Mike Young ansieht ist es doch klar. Die wollen einen einfachen freien Verkauf in der EU, und darüber hinaus.
Sowas ähnliches habe ich mal in einer Firma erlebt. Die erste Maschine ist ohne CE verkauft worden. War aber auch eine Tochtergesellschaft der Firma, nicht in der EU. Das war eine echte Herausforderung. Der CE Prozess war schon im Gange. Der hat halt gedauert. Man wollte es machen das man die Maschine Kunden vorführen kann. Aber auf Grund vom Platz müsste man diese auch für die Produktion verwenden. Das war ein Horror damals. Aktuell sind ja meines Wissens die Händler vom kiss auch Instruktionen. So habe ich es auch verstanden. Und beim Turbo ist es ja auch so. Der Hersteller verkauft das Gerät an einen Zertifizierten instruktor, und der Verkauf es sozusagen weiter an einen Zertifizierten Taucher. Man kann alle Regeln irgendwie umgehen. Es geht hier aber um die in den regulären Markt. Und will man das Produkt in Europa in den freien Verkauf bringen ( also jeder Händler). Braucht es ganz einfach CE.
Als ein anderes Beispiel. Jeder von uns darf einen Formel 1 wagen kaufen und auf einer Rennstrecke bewegen. Aber das er an der Weltmeisterschaft teilnehmen darf muss er eine Superlizenz haben.
Es wird halt dauern. Für alle die auf den warten ist das halt ärgerlich.
Für xdeep bzw. Kiss kostet das viel Geld und Image…
Dazu ist zu ergänzen, dass es auch durchaus vorkommt, dass die Nutzung von Nicht-CE-Geräten untersagt werden kann.
Vorfall in Frankreich: ein Taucher mit SideWinder (1) will an einer Basis tauchen und bekam zu hören, dass das wegen der fehlenden CE dort nicht erlaubt ist.
Privates Tauchen ist eine ganz andere Sache - aber auf einer Basis können die auf die Einhaltung bestehen - das ist deren RECHT, wenn nicht sogar Pflicht.
Wer dann dort meckert, hat einfach mal wieder nichts kapiert - aber solche Leute gibt es ja häufiger ![]()