wer weiß genaueres, wie bei Stahl(flaschen) Lochfraß entsteht?
Hintergrund: ich habe mir ein neues, gebrauchtes Doppelgerät gekauft. Bj. um die Jahrtausendwende, letzter erkennbarer Stempel einer Überprüfung nicht ganz 10 Jahre später, mit einem Zisch Restdruck. Beim Zerlegen kamen zuerst zwei braune Gewinde an den Ventilen zum Vorschein und beim Hineinfassen wurde es spürbar feucht.
Die große Überraschung: nach einer Innenreinigung war alles wieder i.O. weil kein Lochfraß und Druckprobe bestanden… Ich bin habe keine Metallurgie studiert, aber nach meinem Verständnis hatte sich da praktisch alles zusammengebraut, damit das im besten Fall noch als Deko taugt. Andere Flaschen in meinem Dunstkreis sind bei Prüfung A problemlos durchgekommen und 2,5 Jahre später war wegen Lochfraß Ende.
Durch Feuchtigkeit in der Flasche. Einzig und alleine dadurch.
Für deine Doppelgerät sehe ich da null Problem. Gereinigt, danach sicher sauber ausgetrocknet, Test bestanden, alles gut.
Die meisten Flaschen haben innen mehr oder weniger Flächenrost, das ist UNbedenklich. Ein rostiges Gewinde ist auch halbwegs üblich. Die von dir festgestellte Feuchtigkeit ist nicht gut aber sie konnte offenbar nur wenig Schaden anrichten, sonst hätte die Flasche den TÜV nicht bestanden.
Die Feuchtigkeit wird da viele Jahre drinnen gestanden haben. Weil fühlbar, wird das nicht wenig gewesen sein. Bei manchen anderen Flaschen haben 30 Monate für Lochfraß genügt. Mich interessiert was genau diesen auslöst bzw begünstigt. Feuchtigkeit wird nur ein Faktor sein.
Das steht außer Frage. Ich will darauf hinaus warum das bei manch anderen Flaschen mitunter sehr schnell gehen kann. Sind es z.B. punktuelle, unglückliche Verteilungen im Materialgefüge oder die Rezeptur der Legierung selbst?
Lochfraß gab es früher oft bei Aluflaschen wenn ein V2a Ventil eingeschraubt wurde und Späne entstanden, die dann die Aluflaschen durchbohrt haben. Vor 25 Jahren gab es für ALU Flaschen mal 6 Jahre TÜV (ok die alten können sich daran noch erinnern, aber getaucht haben wir den Alumist trotzdem nur ungern), das wurde aber durch den vorkommenden Lochfraß dann mit Stahlflaschen gleichgezogen.
Lochfraß bei Stahlflaschen sollte eigentlich nicht entstehen. Selbst wenn ein Ventil vom Kohlenstoffgehalt ein bischen anderst ist …..es ist immer noch Stahl, also kein Lochfraß.
@turbo es reicht schon eine Oberspindel aus Edelstahl, um ein paar gelangweilte Elektronen von der Flaschen auf Wanderschaft zu locken… Messing ist auch edler, also auch dorthin wird eine Wanderung angeregt…
analog Alu
stehend lagern da der Flaschenboden dicker ist als die Wandung
dann kann sich dort die Feuchtigkeit sammeln und rumrosten…
irgendwo hab ich mal gelesen am besten schräg auf der Flaschenschulter lagern, da dort der dickste Stahl verbaut ist - also am besten wie ne Flasche Champagner bei der Remuage