So, ich habe meine ersten Erfahrung mit Sidemount im Urlaub gemacht und möchte die gerne mit euch teilen…
Nach ersten Übungen im Schwimmbad und Dive4Life, sollte es nach Ägypten gehen. Im Vorfeld hatte ich mir reichlich Informationen aus dem Netz gesucht, wie man die Tanks riggt, wie man ein- und aussteigt. Am Steg, auf dem Boot, usw. Trotzdem war da eine gewisse Unsicherheit, da ich ja alles anders machen würde als meine Backmount-Buddies. Und so habe ich mir einfach erstmal einen Sidemount-Guide für die ersten Tauchgänge gebucht.
Zuerst ging es mit zwei 12er Alu Sidemounttanks vom Steg ans Hausriff. Ungewohnt waren die 9kg Blei im XDeep. Aber es zog sich leichter an als erwartet. Die 12er Alus waren, im Vergleich zu meinen 7er Stahl, ein Träumchen im Wasser. Die Tanks wurden nach vorne genommen. Und zur Übung für später, die rechte einfach mal im Sand liegen lassen. Selbst bei 100 bar waren die Alus pflegeleicht. Einfach am Sliding D Ring ganz nach vorne.
Bei 35m war die Luftmenge mit zwei Tanks so gar kein Problem. Dafür dann die Nullzeit. Lach. Den dritten Tauchgang machte ich dann mit nur einem, handelsüblichen Tank mit Monoventil. Dafür baute ich die Automaten um. Alles nach links, und seitenverkehrt, um die erste Stufe nach vorne und das Ventilrad nach innen zu haben, und das Bungee dann ums Ventilrad legen. Funktioniert, ist aber fummelig, da das Bungee zwischen Ventil und erster Stufe durch muss. Gerade beim Austauchen musste ich oft langwierig das Bungee lösen.
Der Trim mit nur einem Tank ohne Gegengewicht war recht easy. Aber anscheinend musste ich unbewusst mit der Körperlage ausgeglichen haben, denn die Bleitasche des XDeep rutschte gerne am Po nach rechts. Je leichter der Tank wurde, desto gemütlicher war es.
Auch das Ein- und Aussteigen von Boot und Steg ging gut von der Hand. Auf dem Tagesboot lies ich mr den Tank immer an die “Badeplattform” legen und montierte dort die Atemregler. Dann neben der Leiter Flossen, Maske und Tank anlegen, aufstehen, reinhüpfen. Beim Austauchen dann auf den kurzen Schlauch gewechselt, den langen verstaut. Geht wunderbar, da die Alu Buddel ja schwebt. Dann Auftauchen am Boot, kurzen Schlauch verstauen, Inflator abziehen und alles an der Leiter dem netten Helfer in die Hand drücken.
Am Steg ähnlich. Einfach mit allem an die Treppe setzen, Flossen, Maske und Tank anrödeln, aufstehen, reinspringen. Raus, dann wie am Boot. Wenn kein Helfer am Steg war, hab ich den Tank einfach schwimmen lassen und die Flossen ausgezogen. Dann die Buddel rausgetragen. Oder sie dem Backmount Buddy in die Hand gedrückt, der schon draußen war.
Mitgenommen hatte ich ein Flaschenband mit Boltsnap, zwei Stretchbänder für den 80cuft Tank, und eine Reepschnur mit dem Maß von der Hüfte zur Achsel. Werkzeug um die Atemregler umzubauen. Um die Tanks doch mal tragen zu müssen, hatte ich kurze Bungeeringe für den Flaschenhals und Doppelender am Jacket. Hatte ich aber nicht gebraucht.
Freue mich schon auf den nächsten Tauchurlaub.


