Hallo Charly,
grundsätzlich: wenn du jetzt mit SM richtig anfangen möchtest, dann mache das bitte mit einem SM-erfahrenen und selbst SM-tauchenden Instructor. Er/sie erklärt dir die ganze Theorie, die kleinen Dinge (es ist eine ganze Menge), die großen Unterschied machen. Es sind sehr viele Stunden im Wasser vonnöten um mit Sidemount alle seine Vorzüge rauszuholen und es zu genießen. Ohne ordentliche fundamentale Grundlagen wirst du es dir unheimlich schwierig tun. Du wirst dich ständig was fragen, warum irgendwas nicht funktioniert wie es soll… Mit einer guten Basis an Grundwissen und ordentlich Stunden im Wasser werden sich alle deine Fragen aufeinmal von selbst beantworten ;–)
Aber nun mal kurz zu den Flaschen.
Sidemount ist sehr flexibel und vielseitig. Abhängig von der Umgebung in der du tauchst: Wasser, Salzgehalt, Temperatur, Anzug+Unterzieher, Anzahl der Tauchgänge die du planst, oder Länge der Tauchgänge, wählst du die bestmögliche Option für DICH aus (wenn du die Wahl hast). Dafür musst du natürlich wissen, wie sich die unterschiedlichen Flaschen IM WASSER verhalten und zwar: am Anfang, während und am Ende vom Tauchgang, wenn sie ihre 50 Bar erreicht haben. Du musst wissen was die Flaschen IM WASSER wiegen wenn sie voll sind und wenn sie am Ende 50 Bar haben.
Grundsätzlich Aluminium Flaschen haben deutlich mehr Auftrieb als Stahlflaschen. Es macht also keinen Sinn sie bei Kaltwasser mit Trocki und dieckem Unterzieher als Hauptflaschen zu verwenden. Das wäre total kontraproduktiv und du müsstest dich mit Unmengen an Blei beladen. Lass also die Flaschen für dich arbeiten. Bei dieser Kombi (Kaltwasser mit Trocki+dicker Unterzieher) sind 12L Stahlflaschen ideal, mittelschwer… diese sind so um die 13,4 kg schwer (draußen, diese Angeben sind auf der Flasche eingestanzt)… , z.B: 12L FABER , 232 Bar…
Es gibt unterschiedliche Stahlflaschen (selbst bei gleichen Größe) und sie verhalten sich im Wasser unterschiedlich. Du “lernst deine Flaschen richtig kennen” wenn du eigen Flaschen hast und einige zig Tauchgänge mit ihnen gemacht hast. Mit der Zeit wirst du wissen und merken was dir deine Flaschen “sagen”. Wenn du genug Erfahrung gesammelt hast, dann wirst du deinen Flaschendruck anhand der Bewegung und der Position der Flasche kennen und du wirst nicht auf deinen Fini schauen müssen (aber das solltest du natürlich auch).
Im Allgemein: Stahlflaschen haben weniger Auftrieb als Alus.
Die Aluminium Flaschen verwendet man als Stages (zusätzliche Flaschen, z.B für Deko-Gas)
Auch wenn du in den Tropen im warmen Wasser tauchst und einen dünnen Anzug mit kaum Auftrieb verwendest, würde man zu den Aluminium Flaschen greifen…
Es gibt viele Länder in den nur Ausschließlich Alu-Flaschen verfügbar sind, dann hat man natürlich kaum eine Wahl und man muss mit dem zurecht kommen was da ist….
Dein Instructor sollte dir alles ausführlich erklären und zeigen.
Ich hoffe das hilft,
Grüße