Ja in vielen Fällen kann ich Dir nur zustimmen (obwohl ich das als Tauchlehrer evtl. nicht sollte) Speziell im Sporttauchbereich gibt es da heftige Unterschiede. Leider hatte ich schon öfters das „Vergnügen“ so super ausgebildete Taucher von den Factory´s guiden zu dürfen.
Bei einigen Kärtchen kann ich nicht wirklich den Sinn darin erkennen und bei anderen finde ich, dass deutlich andere Vorrausetzungen vorhanden sein sollten als von manchen Verbänden gefordert.
z. B. Deep zu lehren ohne das selbst RMV zu kennen und nicht vernünftig tarrieren zu können macht einfach absolut keinen Sinn.
Auch erschließt mir nicht wirklich der Sinn warum jemand direkt nach dem OWD den AOW machen sollte. Nur um dann auf 30 Meter zu können?
Das geht allerdings auch im TEK-Bereich weiter.
Für jeden Kreisel braucht man den Crossover. Ja ein Chestmount „schnauft“ sich anders als in Backmountrebreather und es macht einen Unterschied ob ich eine manuelle Kiste oder einen E-CCR habe. Aber von BM-Untit zu BM-Unit bzw zwischen CM Rebreathern sehe ich es ein wenig anders als die Verbände.
Dass man die einzelnen Verfahren für die jeweilige Einheit kennen sollte versteht sich von selber. Ein ausführliches Manual und ne Poolsession würden aber oft reichen (denke ich)
CM vs. BM und manuell vs. eCCR – volle Zustimmung.
BM zu BM sehe ich anders. Zusammenbau, Eigenheiten, Wartung und vor allem die Notfallverfahren der jeweiligen Einheit: das in zwei, drei Tagen zu machen, ist wirklich nicht lang. Das ist der Stoff, den du ohnehin drauf haben musst, bevor du der Kiste vertraust. Ob am Manual zu Hause oder mit jemandem, der die Unit kennt, ist nicht dasselbe – im Pool ist das Feeling ein anderes als wirklich im Wasser
Und reich wird vom Tauchen kein Tauchlehrer, das wissen wir beide. Am Kurspreis liegt es also nicht.
@Peter das hört sich sehr früher war alles besser und unser oldschool Tauchlehrer war sowieso der Beste. Sehe ich so nicht ganz von meiner Erfahrung gedeckt. Und eigentlich hört es sich na h ganz dicken Verstoß gegen die Standards deines Verbandes an.
die Ausrüstung war unzuverlässiger
die Seen unerschlossener
die Taucher blauäugiger
die Konsequenzen unerforschter
die Luft schon für den Atemkomfort angefeuchtet
ja, damals war proper Training sicher ein Vorteil.
und ja, mir wurde auch noch beigebracht, dass der erste Stern 3mal soviel Arbeit und Geld kosten sollte…
aber auch die Reglements haben sich geändert…
Basen sind (mussten) konservativer werden.
und wer sich die Beschreibung des OWD mal genau durchlest, sollte klar sein, dass das nichts mehr mit dem alten freien Tauchsport zu tun hat.
Ok, wer die grossen wählt, kauft sich ne teure Taucherkar(t)iere in vielen kleinen Stufen.
alleine was für ne Brevetgebühr inzwischen aufgerufen wird, ist schon fast n Kurs in der Sternewelt… Dafür aber dort noch viel old mind, und der günstige Stempel im Pass ist sich anders erkauft…
wichtig ist sicheres Training, egal ob mit oder ohne Brevet.
das verwirrenste war ma n Schweizer Buddy an der Ägyptenbasis…
hatte im Januar den OWD abgelegt, im August 100Tg und auf dem Weg zum MD
sein Ziel war in einem Jahr zum Instr. und bis dahin alles an Kärtchen zu sammeln was es gab. mit Abstecher für Trimix und Gasblender auf Gozo…
hatten ein paar gute SM Tg miteinander, konnten uns gegenseitig was beibringen…
fur lau… so Tauchen ausserhalb der Brevets kann auch mal schön sein..
Verstoß gegen die Regulation… gut möglich. Damals waren brevetierte Tauchlehrer echte Mangelware und irgendwie sowas wie Fürsten die weitgehend so agiert haben wie sie das für richtig hielten. Man konnte nicht einfach zu nem anderen oder einer andern Organisation gehen weil da in erfahrbarer Entfernung einfach keinen gab. Dort wo ich gelernt habe, gabs jedenfalls keinen und wenn man mal nen brevet machen wollte musste man erst mal einen finden. Da bist auch nicht irgendwo hin und hast nen Kurs gebucht, sondern. Ach ner Vereins Sporttaucher Grundausbildung erst mal viele Tauchgänge gemacht bevor man sich zum Sternchen gewagt hat ( bei mir bestimmt gute 100tg) . So war das in den frühen 80 Jahren des letzen Jahrtausends. Und ob da alles gut war… keine Ahnung. Aber wir könnten ja versuchen Dinge besser zu machen, damit alles wieder gut wird..(frei nach Heinz Erhard) So frei wie das tauchen früher war, wird es jedenfalls nicht mehr werden.
bei Bier gibts auch nichts zu rumspassen sagt der Bayer…
Erst recht nicht dass man es nicht artgerecht in zu kleine Gefäße einsperrt…
Ne, die Tauchbranche hat sich zur Tauchindustrie weiterentwickelt… OK, sagen wir entwickelt…
Die Organisationen mussten sich zusammenraufen, was überraschend dann doch geklappt hat.
Als Freizeittaucher find ichs gut, das zumindest die erste Ausbildungsstufe nahezu gleich ist, wies danach weitergeht ist vielen selber überlassen.
Es gibt immer noch Lehrende, die die Nase rümpfen, wenn du mit nem unbekannten Brevet an der Tür klopfst.
Was viele auch nicht sehen, ist, dass die meisten Taucher mit dem Erreichen des AOWD zufrieden sind. reicht. bunte Fische guggen… 3mm Warmwasser… ist eben die Mehrheit der Taucher und auch wahrscheinlich die Mehrheit der TG weltweit…
Bis dahin muss ne Organisation das Geld erwirtschaftet haben, um so Minderheiten Brevets wie Trimix zu erarbeiten und auch zur Brevettierung bringen…
aber @peter schön mal altes Eisen im Forum zu begrüssen
Was haste denn vor? schon n System im Blick?
was leigt alles im Tauchkeller was du ins Rig einbringen kannst?
Freier war es, keine Frage. Weniger Regeln heißt aber auch, dass jeder wieder bei null anfängt.
Was ich in den Kursen sehe, geht in die andere Richtung. Wer heute zum Tech-Einstieg nach einem Fundi jediglicher Art kommt, hält den Stopp auf 6 Metern meist innerhalb eines halben Meters und kann sagen, warum er welches Gas atmet. Das war vor zehn Jahren die Ausnahme. Klare Standards machen genau das reproduzierbar, unabhängig davon, wer den Kurs gibt.
Wie es aktuell in der reinen Anfängerausbildung zugeht, kann ich nicht beurteilen, da bin ich seit Jahren raus. Im Fundi, Rec 2 Bereich und technischen Bereich ist das strukturierte Vorgehen der Grund, warum die Leute besser vorbereitet ankommen.
ja klar gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen BM Rebreathern. So ist mir z.B. der SF2 persönlich suspekt.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass ein „vernünftig“ ausgebildeter Kreiseltaucher so was können sollte (vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel).
Dabei geht es nicht um die 6-800 Euro, sondern den Aufwand der sich ergibt. Solange man in Deutschland lebt und alle möglichen Instruktoren für alle Einheiten relativ um die Ecke hat ist es ja noch machbar, allerdings in der 3. Welt schaut´s dann schon anders aus.
Brevets sind in einigen Ländern zum Tauchen vorgeschrieben und in anderen nicht. Das ist nun mal so wie in manchen Länder für die Autobahn bezahlt (Jahr oder Abschnittsweise) oder eben nicht.
Der Vorteil von Brevets ist dass die Kurse systematisch aufgebaut und Standardisiert sind. Mit der Standartisierung ist es auch einfacher die Gleichwertigkeit zu prüfen.
Aber das wichtigste sollte sein, dass jeder Taucher weiss warum er was machen soll.
Dass es unvernünftig Taucher und Basen gibt, due mit viel Geld alles machen (wie erwähnt Try bis 40m) ist leider noch immer - wenn hoffentlich nur Ausnahmen - möglich.
Die Probleme beginnen erst wenn etwas schief gegangen ist und kein Brevet vorliegt. Dann können Unfallversicherungen Regress nehmen oder die Zahlung verweigern. Daran sollte auch gedacht werden.