Wohin mit Lampe beim Tank ausklippen?

Ahoi zusammen,

mal interessehalber eine Umfrage: was macht Ihr mit der Lampe auf dem Handrücken (Goodman) wenn Ihr Tanks hinten ausklippt um sie nach vorn zu nehmen?
Ich kann sie dabei nicht auf dem Handrücken behalten, da ich dann nicht mehr an den Boltsnap der Flasche komme, bisher halte ich dann den Lampengriff lose mit dem kleinen Finger, dann gehts; wenn die Flaschen dann vorn sind, stecke ich die Hand falschrum in den Griff (Lampe unten, Flasche oben)… aber viell. gibts da noch bessere Lösungen?

Nachteil meiner Lösung: Lampe macht dabei die kreisförmige Handbewegung mit, und könnte im Team als Notsignal missverstanden werden… Und ich hab eine Tanklampe (mit Kabel dran), weiß nicht, ob ich das mit einer kabellosen Lampe auch so machen würd…

Grüße, Olli

Hallo Olli

In einem gut abgesprochenen Sidemount Team sollte das ja wohl für alle eine Selbstverständlichkeit sein und keine Probelme machen. Die Gruppe wird sich ja vor der Restriction stauen und kann auch kommunizieren.
Im ‚echten Einsatz‘ ist es meistens unnötig beide Flaschen nach voren zu schwingen, eine ergibt fast das selbe Profil.

Beim üben, in Mixed teams und mit Insta Buddys ist das natürlich anders, aber da reagiert kaum jemand gross auf ein einmaliges mögliches Notsignal, das erfordert oft sehr viel Nachdruck und wiederholte Signale.

Ich hab verschiedenste Techniken ausprobiert, diese Grund-Elemente erscheinen mir als allgemein geeignet:

  1. Einfach Arm-Innenseite zur Flasche drehen, Boltsnap mit kleinen Finger durchs Auge innen locker in der Goodman-Hand halten, Lampe auf dem Handrücken auf der Flaschen-abgewandten Seite.
    Lampe wird dabei kurzzeitig aus dem Handgelenk (oder durch Goodman auf die Finger verschieben) auf die Flasche, oder den Körper gerichtet, dadurch wird jedes Signal vermieden und man beleuchtet nur sich selber.
    Wenn man den Boltsnap von unten greift und hängend eingeklippt hat sollte der Goodman genau so lang sein wie der Boltsnap und man kann ihn einfach passend anheben und ausklippen.

  2. Flaschen danach eventuell zusammen nur an der Lampen-freien Hand halten.

  3. Lampe am Schulter D-Ring einklippen und beim nach vorne schwingen oben auf den Flaschen fangen (ziemlich ‚gefährlich‘)

  4. Lampe wegklippen und kurzzeitig nur Helmlampen einsetzen

  5. Zwischendrin Lampenhand wechseln

  6. Die Lampen-freie Flasche zuerst nach vorne schwingen. Dabei schwingt diese ja deutlich durchs Licht und sollte in der Gruppe gesehen werden und die Restriction und dafür notwendige Massnahmen ankündigen.

Beliebig kombinier und wandelbar.

Ein Beispielablauf:
Restriction mit ausreichen ‚Raum‘ davor:
Ziel antauchen, im gleiten Lampe auf der Goodman Seite am Schulter D-Ring wegklippen, oder Hand wechseln.
Goodman Flasche nach vorne schwingen, Lampe wieder zurück an die Goodman Hand, andere Flasche nach vorne schwingen.

Alternative:
Lampe an den Körper ziehen, zum Körper gerichtet eventuell mit der anderen Hand abgedeckt unterm Körper nach hinten führen, kurzes Blitzen nach hinten in Kauf nehmen, ausklippen, Lampe zur Flasche richten, beide Flaschen nach vorne schwingen, Lampe wieder ausrichten.

Löst beides, nach meiner bescheidenen Erfahrung, wenig Irritationen im Freiwasser aus.

Hallo Ollli

Ich weiss garnicht ob ich das Flaschen Handling mit deinem Goodman hin bekomme.
Aber in anbetracht deiner Angst das die Team Mitglieder ein Notzeichen interpretieren können würde ich die Lampen Hand einfach Wechseln.
So in etwa wie hier zu sehen

Ab Sekunde 33.
Somit bist du in der Lage jederzeit immer noch Licht Signale nach vorne zu geben oder eben unbeabsichtigte zu vermeiden.

Eine andere möglichkeit ist das du die Lampe an den Brust Dring abrucklippen und das Kabel so zu verstauen das die Lampe immer noch nach vorne gerichtet ist. Das habe ich beim Backmount Tauchen so gemacht wenn ich am Leinen legen war.
So hatte ich die Hände frei und trotz dem Lich nach vorne.

So mache ich es auch :smiley:

Danke an Olli.

Vlg
Roby. :taucher4:

Mag daran liegen, das ich kein Höhlentaucher bin, aber ich hab da ein paar Verständnisprobleme. :gruebel:

  1. Es klingt so, als habt ihr seinen Goodman schon gesehen? Ist der so riesig, das es wirklich nicht geht?
  • Ich finde, dann muss der umgebaut werden, das ist ein grosser Sicherheits- und Komfortmangel.
  1. Auch wenn ich es oben nenne, sehe ich wenig praktische Anwendungsmöglichkeiten für den Lampenhandwechsel.
    Warum?
  2. Im ernsthaften Einsatz schwingt man nur eine Flasche nach vorne - Warum die Lampenhandseite nehmen?
  3. Zum prollen, üben und bei ganz kleinen Löchern will man elegant beide Flaschen gleichzeitig nach vorne schwingen - grosse Lampenspielchen stören da den Ablauf und das Gleichgewicht.

Es bleibt nur wegklippen, an den Helm stecken, oder die Lampenhandseite muss eben zum normalen Boltsnap-Handling funktionieren und man ignoriert, das die Lampe dann nicht konstant nach vorne leuchtet.

Aufs Sidemount Höhlentauchen mit echten extrem-Engstellen bezogen:
Auch wenn man beim Höhlentauchen das sicher entspannt und langsam machen könnte und sollte, fehlt mir die Vorstellung für eine Situation, bei der man vor der Engstelle die zweite Flasche auch noch nach vorne schwingt, wo irgendwelches Lampenfuchteln sofort als Notsignal verstanden werden könnte.

Ahoi,

eine Flasche nach vorn nehmen reicht auch, sicher. Allerdings nehm ich dabei auch meist die rechte Flasche, (rechts auch Lampe),
dann hab ich die linke Hand noch frei, und kann damit ggf. noch etwas nachtarieren. Lampe abklippen ist mir da zuviel Gefummel.
…Denke mal ich bleib einfach bei meinem bisherigen Ablauf…

Allerdings ist die Taucherei in Höhlen schon anders als im Freiwasser, was die Lampenkommunikation betrifft, aus mehreren Gründen: grad wenns etwas enger und noch helles Gestein ist, sind die Lichtkegel viel deutlicher sichtbar als im Freiwasser, wo ein Lichtstrahl, der ins Leere geht, sofort wirkungslos „verpufft“. Daher kann ein „Lampengefuchtel“ viel mehr nerven. Zudem ist man (oder zumindest ich) in Höhlenumgebung deutlich mehr „auf Adrenalin“ und alle Antennen sind ausgefahren um ja alles mitzukriegen, was um mich herum passiert. Und dann ist die Taucherei in Höhlen teilweise wesentlich „unübersichtlicher“ als im Freiwasser, weil man oft direkt hintereinanderherschwimmt und sich die Position nicht aussuchen kann, und manchmal auch nicht so richtig mitkriegen kann, was vorn oder hinten passiert, Umdrehen ist oft auch nur eingeschränkt möglich. Daher sind die Lichtkegel eine wesentliche Ortungshilfe, anhand derer man die Position der Tauchpartner registriert. Und nicht zuletzt: macht bestimmt auch keinen Spass auf einmal in einen dicken HID-Brenner reinzugucken…nur weil ich meine , zum schöneren Vorankommen mal eine Flasche abzuklippen…

aber sicher: kann man vorher alles besprechen, und sind natürlich auch keine „echten“ Probleme… :grin:

Grüße, Olli

Habe Dein Problem heute mal getestet und verstehe es jetzt besser.

Geht wirklich viel besser mit flexiblen Goodman.

Ich würde den Griff an Zeige und Mittelfinger einklemmen, sodas Daumen, Kleiner und Ringfinger frei fürs Boltsnap-Handling bleiben.

Lampe trage ich meistens links, auch aus diesem Grunde.

Dann immer die Flaschen möglichst schnell zusammenklippen und mit der anderen Hand beide halten.

Dir würde ich zur Helmlampenmethode raten - löst die Signalprobleme am bessten. Einfach Lampe an den Helm stecken und hinterher wieder nehmen.

Hallo Olli

Habe es heute auch noch versucht! Es klappt mit deinem Goodman aber nicht ganz ast rein!
Ich für mich werde es aber so lösen das ich ganz einfach die Hand wechseln werde um den rechten Tank nach vorne zu nehmen.
Somit bin ich in der lage trotz allem noch Zeichen zu geben und mir den Weg auszuleuchten.

Razorista
Habe mir das schon einige male überlegt den Lampenkopf an den Helm zu stecken.
Die Position am Helm finde ich aber bezüglich blendung des Buddys nicht so toll!

Aber eben von da her werde ich sicher beim Goodman bleiben.

Meine ‚doppelläufige‘ Hand-Lampe eignet sich auch nicht zur Helmbefestigung - ich bleib auch beim Goodman.
Boltsnap Handling ist mit meinem flexiblen Eigenbau uneingeschränkt möglich.

Das Blenden der Umgebung durch die Helmlampen ist ja immer schwierig.
Habe mit meinen jetzigen 600 Lumen Helmlampen aber herausgefunden, das das Problem fast vollkommen verschwindet, wenn man die Lampen stark nach unten ausrichtet, ist auch für die Fische besser.