Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Bereich, in dem es speziell um Deine Ausbildung geht. Wie lief sie ab, was hat Dir gefallen, was nicht?
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Frankentaucher
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon Frankentaucher » Sa, 19. Aug 2017, 14:20

Da bin ich ja heilfroh, daß es anscheinend genügend andere hier im Forum gibt, die sich das Geld aus der Tasche haben ziehen lassen und jetzt ihre "Schandkärtchen" verstecken... :hahaha:
Konnte das bei meinem Buddy bislang verhindern, aber lustig war´s, als er nicht zum "Day&Night"-Tagsausflug der Basis mitdurfte, weil er kein Nachtauch-Kärtchen hat - Eines unserer Standardgewässer hat meist <1m Sicht und da waren wir oft schon des nächtens drin.
Schade, daß man die Karten ned einfach weiterverkaufen kann: Bootstauchen, UW-Fotografie, Ausrüstungskurs undundund...
daher hab ich meine "Karriere" bei SSI dann abgebrochen. Aber ich war jung und dumm und hatte etwas Geld übrig :lachen:
"Traulich und treu ist´s nur in der Tiefe. Falsch und feig ist, was oben sich freut."
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon CMM » Sa, 19. Aug 2017, 18:23

14:20
Da bin ich ja heilfroh, daß es anscheinend genügend andere hier im Forum gibt, die sich das Geld aus der Tasche haben ziehen lassen und jetzt ihre "Schandkärtchen" verstecken...

nicht verstecken, öffentlich verbrennen :grins:
Ich denke den meisten Tauchern ist es ähnlich ergangen. Die Alternative wäre dann über Monate Bahnen im örtliche VDST zu schwimmen und zu erfahren das man den GUE Instruktoren mindestens ebenbürtig ist. Beides für mich nicht so toll.

Deshalb ist ja meist ein guter Fundi das große erwachen im Taucherleben und immer mehr Taucher finden auch dahin. Hat jemand eigentlich schon mal mit jemand zu tun gehabt der den Rec Weg von GUE oder den ISE OWD gemacht hat?

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon Jenner » So, 20. Aug 2017, 21:38

Für Fehler, aus denen man gelernt hat, sollte man sich nicht schämen.
Meine Brevets sind zwar etwas exotisch, aber ich bereue keins. Im ersten Tauchurlaub war ich kurz davor der Kartenbande auf den Leim zu gehen... das erste Mal zu sehen für was für Albernheiten den Leuten an einem Nachmittag bis max. 2 Tagen Geld aus der Tasche gezogen wird, hat mich für die Kartenindustrie etwas versaut.
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon germie » Mo, 21. Aug 2017, 8:24

Das problem bei die 'DIR' anfänger kurse ist das geld und wo die zum ersten Mal tauchen gehen: oft im ausland. Ein Anfänger in tauchen will nur Fische gucken. Veilleicht denken die noch an AOW und Nitrox, aber weiter gehen die meisten nicht. Fur 400 hat mann ein OW Schein, für 250 ein AOW und für 100 ein Nitrox. Das alles ist 750. Dafür hat mann nur ein oder noch kein DIR anfänger kurs. Und als Anfänger kann mann auch kein Qualität beurteilen, das weisst mann nur später nach viele TG. Dann sind da noch viele Nachtteile an ein 'DIR' Configuration als Anfänger: Mann hat meist selbst noch kein AusrÜstung und alles was mann leihen oder mieten muss ist normaler sporttaucher BCD mit Oktopuskonfiguration. Ich denke das es darum nicht viel gemacht wird. Preis und fremder Ausrustung. Und sei errlich: auch mit ein monoflasche und normaler Oktopus und bcd kann mann ja sicher tauchen. UND natürlich: im Ausland werdet ja überall das tauchen lernen in 3 tagen angeboten für wenig. Da wird nicht gesagt ob es gut oder schlecht ist. So dann fängt mann sehr einfach da mit an.
Glücklich werden auch TL's mehr und mehr sehen das mann anfänger auch gleich alles schwebend lernen kann. Das werdet bei uns in CMAS pflicht (aber die werden nur trocken extra Schulung anbieten, kein Prüfung für TL's ins wasser).
Und als Taucher sieht mann jetzt das vielen einen Fundies oder intro to tech machen um besser tauchen zu lernen, das ist jetzt Mode (wenn ich angefangen war war es noch sehr unbekannt). Aber es gibt zum gluck auch taucher der ganz ohne solche kurse gut tauchen können. Am Ende ist es der Taucher. Will die üben bleiben oder hat überall scheisse an? Jemand der fundies tech hat und nie mehr übt werdet schnell wieder schlechter sein. Und ein bischen talentiert sein macht es auch einfacher.

Und jemand der will darf ja auch schon in OW kurs mit wing und backplate tauchen.
Ich hatte einmal ein Taucher im AOW kurs der das gemacht hat mit kompletter Techausrüstung inkl trocki, D12, longhose usw. Er wusste gleich als ow taucher das er auch mit tech weiter will. Jetzt ist er 3 jahre weiter und ist mit normoxic angefangen, hat nur jetzt wenig zeit und macht es in ruhe. Er taucht 100 mal im jahr, aber wegen sein Arbeitszeiten ist er oft solo unterwegs. Aber ja, er will noch immer 'Tech' tauchen. Ein andere der (nicht bei mir) gleich in sein OW kurs Trocki, D12 usw gekauft hat wegen in 2 jahre wollte er Normoxic tauchen ist nach 3 jahre doch wieder aufgehalten. Das passiert auch. Hat nie ein Techschein gemacht wegen doch kein interesse. Viele Taucher tauchen nur 3 jahre. Nur wenig fängen an mit tauchen und denken gleich ich will tief oder in Höhlen oder sidemount lernen.

Aber viele specialties sind mir auch angeboten. Habe die alle verweigert wegen den frage: darf ich danach tiefer tauchen? Nein? Oh, dann kein interesse. LOL. Als Anfänger hatte ich wirklich nach kosten geguckt. Ich wusste gleich ich wollte zum tech, aber hatte nicht viel geld. und sei errlich, Geld spielt doch einer grosse Rolle. Ohne geld geht nichts. Natürlich ist Tauchen wie viele Sporte ein Verdienmodell, aber wer viel Geld hat werdet auch einfacher mehr specialties machen. So sieht mann auch das bestimmte kurse ofter leute mit mehr geld haben. Und leider ist es im tauchen wegen kein Wettkampfe doch oft 'ich habe der Grosste '.

Und ich denke das jeder taucher der viel selbständig taucht weisst was besser konnte in ein bestimmten kurs, wo er erst ganz zufrieden mit war. Und das ist nicht Tauchenspezifik, das habe ich auch mit Dressurunterricht, usw.

Und es ist Personsabhängig. Obwohl ich selber Mitglied bin von einer Verein und da ab und zu auch unterrichte finde ich tauchen lernen in ein Verein viel zu viel zeit und aufwand kosten. Es dauert alles sehr lange, nie hat ein TL zeit, und am ende kostet ein OW kurs viel und viel mehr wie 400 euro da mann oft zum schwimmbad fahren muss, selbst sachen kaufen muss, usw. Und am ende, rechne aus wieviele Tauchminuten mann wirklich hat im Verein oder Im ausland in 3 Tagen: oft hat mann im Verein nicht mehr. Für cmas 1* sind es 8 schwimmbad modulen und 5 tg im freiwasser. Ok, von jeder stunde schwimmbad pro woche bleibt bei uns effektiv nur 30-40 minuten über. Set Konfigurieren, ins wasser gehen, um 22.00 uhr muss mann wieder komplett aus das Wasser sein usw. Und mann darf auch 2 modulen in 1 stunde machen. Das passiert auch. Dann die 5 tg, die sind oft nich anders wie die 4 von ein Tauchschule, 30-35 minuten, wenn es warm ist länger. Ein tauchschule im Ausland kann wirklich viele Stunden extra machen im pool wenn benötigt, Standarden richtig folgen. Ok, es ist KANN, da es auch passiert das mann in 2 stunden fertig ist und 4m al 20 minuten taucht. Ich bin auch nicht von die 3 Tagen Kurse, aber sicher nicht von 6 Monate Kurse.

Es muss nicht nur mit Geld passen, aber auch mit dein Persönlichkeit. Und der Beste TL der nicht bei dir passt ist für dir ein schlechter TL. Auch wenn es ein berühmte name ist.
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon CMM » Mo, 21. Aug 2017, 9:09

@Germie
Vielleicht als Vergleich, bei uns gibt es in jedem Dorf im Umkreis von 50km entweder einen Tauchclub oder Verein. Oft auch mehrere pro Ort. Ein OWD bekommt man für 229 Euro. In der Aktion noch zusammen mit Nitrox für unter 200 Euro. Das billigste was ich gesehen habe waren 180 Euro.
Da werden Verbände gewechselt um ein paar Euro zu sparen oder man gründet gar einen eigenen Verband. An unsere Seen fahren die Leute aus weitem Umkreis und die örtlichen Taucher und Anwohner sind nur noch genervt.
Was meinst du was ich an Ausbildung sehe. Das ist großes Kino. Beim Thema Sidemount noch schlimmer. Dieses Jahr habe ich eine Stuttgarter Tauchschule beim Sidemount Kurs beobachtet... :doh: :stumm:
Die Hoffnung das die Sportverbände auf Qualität und nicht mehr auf Masse oder gar der Inflation von Pros setz glaube ich nicht.
Ich glaube auch nicht daran das ein VDST Flossenschläge und Ventildrills verbindlich für einen zweistern machen der ja quasi die Vorstufe zum besten Taucher Welt aka dreistern ist.
Die Alternative ist ein owd bei GUE, ISE oder überhaupt bei einem Techinstruktor. Aber he, man bezahlt halt mit Erdnüssen und wundert sich wenn dann Affen kommen und man deshalb OWDs in dem Niveau hat wie man sie sieht.
Und genau deshalb ist der Fundi so im Trend. Weil immer mehr Leute erkennen das die wirklichen Basics bei ihnen nie unterrichtet wurden oder Schwerpunkte auf Bahnenschwimmen und möglichst große Messer am Bein gelegt wurde.

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon germie » Mo, 21. Aug 2017, 9:45

Ich sehe bei uns 400-450 euro für OWD. Vereine kostet es nichts, aber 180 euro pro jahr, und mann muss buch (35) und eigener ausrüstung kaufen (na ja, anzug, blei, maske, flossen. Flasche, BCD und regler darf mann leihen). So am ende noch viel teuerder.
Sidemount sehe ich hier gar nicht, nur ein Kommerziellen Sportverband TL der es anbietet mit Holles SMS100 und 7 liter Alu. ;-)
Ein Pferd ohne Reiter ist noch immer ein Pferd, aber ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch.

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon Fox » Mo, 21. Aug 2017, 11:59

CMM hat geschrieben:Die Alternative ist ein owd bei GUE, ISE oder überhaupt bei einem Techinstruktor. Aber he, man bezahlt halt mit Erdnüssen und wundert sich wenn dann Affen kommen und man deshalb OWDs in dem Niveau hat wie man sie sieht.
Und genau deshalb ist der Fundi so im Trend. Weil immer mehr Leute erkennen das die wirklichen Basics bei ihnen nie unterrichtet wurden oder Schwerpunkte auf Bahnenschwimmen und möglichst große Messer am Bein gelegt wurde.


Es gibt Menschen, die haben keinerlei Empfindung dafür wie die richtige Wasserlage aussehen muss, wie die Körperhaltung sein sollte, welche Flossenschläge wie richtig gemacht werden sollten, wie die Ausrüstung zu sitzen hat und dass eben nichts baumeln sollte, usw. usw...
Die meisten Leute würden das nicht mal erkennen wenn es sie in den Allerwertesten beißt.
Nur das erklärt warum solche TL's, wie die Stuttgarter Karnevalsgruppe von der Du berichtet hast, nachts überhaupt noch schlafen können. Sie wissen es einfach nicht besser.
Die Hauptsache ist es macht Spaß. Genau aus dem Grund haben wir die Situation wie sie ist.

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon CMM » Mo, 21. Aug 2017, 12:28

@Germie
http://www.easy-divers.de/tauchschule/p ... ter-diver/
http://www.waterworld-philippsburg.com/ ... Kurse.html
bei unserem örtlichen VDST Verein kostet der OWD übrigens auch um die 230 Euro. Zumindest sah ich den Flyer das letzte mal so am Schwimmbad hängen. Wenn du lachen willst, schau dir mal den oberen Link und den Verband dazu genauer an ;)

@Oliver
Ich bin bei weitem auch nicht perfekt oder auf dem Niveau was man von dir auf den Videos sieht. Aber ich arbeite daran und ich weiß vor allem wie ich daran arbeiten kann und wie es aussehen sollte. Da hat mir mein Fundi sehr geholfen. Viele vergessen einfach das es auch bei uns ein TauchSPORT ist. Kein Fußballer wird komisch schauen wenn er mehrfach die Woche trainiert und hier auch Defizite aufgezeigt bekommt und man dann versucht diese abzustellen. Beim tauchen ist das leider durch die großen amerikanischen Sportverbände versaut. Und Vereinstaucher machen irgendwas zwischen oldschool und Padi. Flutter Kicks mit kurzer Mono 12 und sehr fit im Bahnen schwimmen.

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon Jenner » Mo, 21. Aug 2017, 12:36

germie hat geschrieben:Ich sehe bei uns 400-450 euro für OWD. Vereine kostet es nichts, aber 180 euro pro jahr, und mann muss buch (35) und eigener ausrüstung kaufen (na ja, anzug, blei, maske, flossen. Flasche, BCD und regler darf mann leihen). So am ende noch viel teuerder.


Was kostet in dem Verein denn eine Leihausrüstung? 8-O
Mal davon abgesehen, dass einige Basen den OWD ohne Ausrüstung verkaufen.

Der große Vorteil, den ich in einem Verein gegenüber einer Basis sehe, ist erst mal das anpassbare Zeitfenster - wenn natürlich nie ein TL Zeit hat, sollte man es gar nicht erst anbieten - den ganzen Stoff und die Übungen in der kurzen Zeit zu verinnerlichen, wird kein Anfänger schaffen, dafür hageln zu viele Eindrücke auf einen ein. Würde man ein paar Tage Leerlauf einbauen, damit man sich selbst damit nochmal auseinander setzen kann und nicht nur kaputt ins Bett fällt und man am nächsten Tag wieder fit sein muss, würde der Durchschnitt wesentlich besser dastehen. Eine normale Tauchschule kann das natürlich nicht, weil die Kalkulation dann nicht aufgeht.
Und zu guter Letzt hat man im Verein immer jemanden, mit dem man das eine und das andere nochmal durchgehen oder neues üben kann... Auch wenn es danach keine neue Karte gibt.

So lange essentielle Dinge, wie ein Unfallopfer sicher aus dem Wasser zu bringen und am Leben zu erhalten bis Hilfe da ist, bei einigen Verbänden (a) lange nachdem sie mit anderen Anfängern unbeabsichtigt tauchen dürfen (b) als zusätzliche Karte verkauft werden, halte ich es für wenig sinnvoll noch mehr Equipment ins Spiel zu bringen. Es wäre noch mehr Stoff, der in der ohnehin schon knappen Zeit vermittelt werden müsste

Und nein, reif für Olympia sind meine Tauchkünste auch nicht
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon germie » Mo, 21. Aug 2017, 14:08

Im ersten jahr ist die Leihausrustung einbegriffen. Aber dann noch, mann muss anzug, flossen, maske usw selber kaufen.
Und dann dauert es bis Juni bis man den 1* hat. Und man ist dan im Winter schon angefangen. Rechne es aus, dann ist einen Kurs von 2 Wochen in dein eigener gegend beim Tauchladen billiger und sicher nicht schlechter. 6-8 Monate? Das war mir viel zu lange. Ich war in september angefangen mit 2* und musste dann mal bis nächsten sommer warten da es winter wurde. Eh? Ich tauche ja im Winter weiter, so warum dann kein Kurstg? Ich habe dann in November mein AOWD gemacht mit ein Privat TL. Ich wollte ja eistauchen. Dafür brauchte ich den 2* oder AOWD. Im winter fäng ich an mit 3*. Selber scheisse, ich wollte das in Juni fertig haben. Nur Theorie gemacht in März, aber TG? Nie hatte jemand zeit. DAnn mein 3* Kurs auch selber zahlt. Ich war schon auf 100m gewesen, aber wenn ich im Verein kurse gemacht hatte war ich dann noch kein 3* gewesen, so langsam war es. 1 Kurs pro jahr finden die genug. Aber wenn mann 200 tg im jahr macht kann mann ja einfach in einem Jahr 1*+2* machen und veilleicht selbst den 3*. Aber es gibt genug Leute der nur 30-50tg im Jahr machen und der zufrieden sind mit die Ausbildung im Verein. Es Hängt von Person ab. Auch was jemand wichtig findet und was für jemand einen guten TL ist und was nicht.
Und es gibt Kurse der ein TL lieber nicht unterrichtet. Ich bin errlich, aber Rescue ist absolut nicht mein Ding. Es macht mir kein spass, ich finde es langweilig. Das können anderen viel Besser wie ich. Aber navigation finde ich schön um zu machen im sporttaucherei. Oder boje schiessen üben. So hat auch jeder TL sein bessere und lieblingssachen.
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon Jenner » Mo, 21. Aug 2017, 15:36

germie hat geschrieben:Ich bin errlich, aber Rescue ist absolut nicht mein Ding. Es macht mir kein spass, ich finde es langweilig. Das können anderen viel Besser


Das hat mit Spaß nichts zu tun, man wünscht es keinem, aber Unfälle passieren... und machen garantiert nie Spaß.
Bevor man Leute unbeaufsichtigt ins Freiwasser lässt (wie es einige bereits nach dem ersten Brevet machen), sollte das vor allem anderen zum Pflichtprogramm für alle Verbände werden - Wer hier einen Führerschein machen möchte, muss auch erst mal zum Ersthelfer Kurs.
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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon macmille » Mo, 21. Aug 2017, 16:25

Das mit dem Rescue und so ist halt so eine Sache, was macht da Sinn und was nicht... Hab mich schon oft gefragt wie sinnvoll das üben von Wechselatmung pipapo ist. Da müsste bei nem zweier Team erst mal drei Systeme ausfallen. Und wenn ich mir dann das Training zum ** anschaue, wie da darauf rumgeritten wird... Aber perfekte Tarierung und anständige Flossentechniken sind vollkommen Wurst. Selbst wenn man dann zum besten Taucher der Welt ausgebildet wird (***), achtet kaum einer auf ideale Wasserlage, Feintarierung und Flossentechniken. Aber Hauptsache die Wechselatmung sitzt...


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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon macmille » Mo, 21. Aug 2017, 16:27

Mal davon abgesehen, dass Wechselatmung kein Problem mehr ist, wenn man einfach gut im Wasser liegt...


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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon CMM » Mo, 21. Aug 2017, 17:06

@Jenner
Ich denke man konn schon sagen der oder jener kurs macht mir keinen Spaß zu unterrichten. Und ganz ehrlich, ein Rescue zu früh ist eigentlich Bullshit. Saubere Tarierung und flüssiges umgehen mit der Ausrüstung sollte da schon passen. Und ganz ehrlich, ich war bei einigen Rescue Kursen dabei, sinnvoll fand ich da nicht viel dür die meisten Taucher. Man macht das Kärtchen, übt es nie wieder ist aber ein Rescue Diver. Fand da auch wieder die Übungen im Fundi, im Tec 1 und privaen Trainngseinheiten sinnvoller.

@McMille
Nehmen wir ein 3er Team als perfektes Team. Da muss dann wirklich viel Gas ausfallen. Und da man seine Gasplanung ja sauber gemacht hat ist auch ein lost deco gas nicht so das Problem. Ich habe sogar irgendwann mal wechselatmung mit dem Dekogas trainiert. Auch das ist nicht sonderlich schwer, aber obsolet. Ich denke das hat der vdst noch im Plan da man ja nicht verlangen kann das man mit Minimum Gas rechnet wenn man gleichzeitig Dekotauchgänge mit einer Monopulle als legitime Tauchgangsplanung hinstellt.

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Re: Sidemount und OWD-Ausbildung - das sagen die großen Verbände

Beitragvon germie » Mo, 21. Aug 2017, 20:32

Jenner hat geschrieben:
germie hat geschrieben:Ich bin errlich, aber Rescue ist absolut nicht mein Ding. Es macht mir kein spass, ich finde es langweilig. Das können anderen viel Besser


Das hat mit Spaß nichts zu tun, man wünscht es keinem, aber Unfälle passieren... und machen garantiert nie Spaß.
Bevor man Leute unbeaufsichtigt ins Freiwasser lässt (wie es einige bereits nach dem ersten Brevet machen), sollte das vor allem anderen zum Pflichtprogramm für alle Verbände werden - Wer hier einen Führerschein machen möchte, muss auch erst mal zum Ersthelfer Kurs.

Ich sage nicht das es ein schlechter Kurs ist, aber ich finde es zum unterrichten nicht mein Ding. Das darf ja. Rettung von jemand in doppelgerät von hinten lerne ich leute in 1* schon. Aber weiter sind da anderen der es besser können. So versuche ich auch im Verein kein Biologie zu unterrichten. Biologie wird einmal im Jahre von Universität aus gegeben bei richtigen Biologen, die sind besser wie ich.
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