Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das mir

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Stunmill
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Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das mir

Beitragvon Stunmill » So, 20. Dez 2015, 20:04

Nabend Kollegen.

Was mich schon immer interessiert hat, ist, was macht ne Unfallversicherung, wenn du was tauchst auf das du kein Brevet hast - z.B. Nitrox oder eben SM? Oder auch Nachttauchen? Tief?
ich finds immer wieder Überraschend, wieviel Nachttaucher es gibt, die am Abend ins Wasser springen, und nicht mal wissen wofür die Lampe gut ist...

Sporttauchgrenze D 40m, Ä nur 30 mit AOWD? und dann haste doch etwas mehr auf der Uhr?

Was wenns wirklich passiert, und du kommst ins Krankenhaus oder schlimmer? Muss ne Unfallversicherung, in der zwar Sporttauchen eingeschlossen ist, zahlen, wenn ich was mache, wofür ich nicht ausgebildet bin, eben wie Dunkeltauchen oder SM?

Gibts da Info oder Rechtsurteile?
Hab mir zumindest ne Bestätigung geben lassen, dass Nitrox40 bei meiner mit eingeschlossen ist.

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Frankentaucher » Mo, 21. Dez 2015, 9:19

Die Behandlung grundsätzlich zahlen sollten sie allemal (zumindest Aquamed usw.). Kann aber sein und es würde mich nicht wundern, wenn andere Versicherer bei weiterführenden Kosten Probleme machen würden. Es ist halt verlockend, wenn es schon für alles und jede Situation ein eigenes Brevet gibt. Dann kann es u.U. auch verlangt werden und Versicherer zögern ja gerne hinaus und lassen es gerne auf eine Klage ankommen. Dann kann ich mir vorstellen, das ein Unfall oder Ereignis nicht auf das generelle Risiko beim Tauchen geschoben wird, sondern eben just (weil´s dem Versicherer besser paßt) auf ein fehlendes Spezialbrevet in diesem besonderen Fall von "Spezial"-TG. Man stelle sich das mal beim Autofahren vor: Nacht-Führerschein, Winter-FS, Autobahn-FS, Berg-FS, Winter-Nacht-FS, ...!
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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Yoschi » Mo, 21. Dez 2015, 13:27

Also ich denke auch das wenn es wirklich hart auf hart kommt, die Versicherungen dazu gehen somit keine Kosten übernehmen zu müssen. Da spielt es keine Rolle ob man zig 100 anspruchsvollere Tauchgänge gemacht hat.

Denke aber auch das es von Fall zu Fall unterschiedlich ist. In einem Todesfall wird es definitiv dazu kommen das so etwas geprüft und beachtet wird.

Bei einem Unfall wo keiner bei Stirbt denke ich das es abhängig von der Versicherung ist und von deren Know-How was sie über das tauchen wissen.

Ggf. wird gar nicht erst angegeben das Sidemount getaucht wurde, oder um welche Ausrüstung es sich handelt.
Bei einem Unfall ohne CE müsste es ja somit immer Probleme geben.
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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon bent » Mo, 21. Dez 2015, 14:15

Yoschi hat geschrieben:Bei einem Unfall ohne CE müsste es ja somit immer Probleme geben.


Yoshi, bitte lese zumindest erst den Wikipedia Artikel zu CE bevor du solche Behauptungen aufstellst. CE hat mit dem Endverbraucher nichts zu tun, CE betrifft nur den Hersteller/Importeur, also denjenigen, der das Produkt auf den europäischen Markt bringt.
CE-Kennzeichung bedeutet nur, dass das Produkt innerhalb Europas in den Verkehr gebracht werden darf.

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Yoschi » Mo, 21. Dez 2015, 15:47

Ohh das wusste ich gar nicht aber gut das wir drüber gesprochen haben.
Man lernt nie aus. Irgendwie hatte ich das so im Kopf bzw. hier auch scheinbar öfters falsch verstanden was CE angeht.
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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Fox » Mo, 21. Dez 2015, 16:06

Yoschi hat geschrieben:Ohh das wusste ich gar nicht aber gut das wir drüber gesprochen haben.
Man lernt nie aus. Irgendwie hatte ich das so im Kopf bzw. hier auch scheinbar öfters falsch verstanden was CE angeht.


So ganz an den Haaren herbei gezogen ist das nicht. So mancher Händler erzählt gerne solche Märchen damit man bloss nicht woanders kauft oder selber aus dem Ausland importiert. Das CE Argument wurde ganz lange gehen das Razor verwendet und hat viele Leute hier in D davon abgeschreckt eins zu kaufen.
Ein ähnlicher Blödsinn ist zu behaupten, dass keine Versicherung mehr zahlt wenn man die Schläuche am eigenen Regler selber gewechselt, oder diesen gar selber revidiert hat. Das ist quatsch, wird aber doch immer wieder behauptet.

Genauso gehe ich davon aus, dass ein Sporttaucher im normalen Sporttaucher-Rahmen auch versichert ist - bei allem was er da so veranstaltet.
Nacht- und SM-tauchgänge sind ja nun nicht so brandgefährlich als dass man dafür eine eigene Ausbildung braucht, um versichert zu sein.

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon bent » Mo, 21. Dez 2015, 16:45

Yoschi hat geschrieben: Irgendwie hatte ich das so im Kopf bzw. hier auch scheinbar öfters falsch verstanden was CE angeht.

Ja, leider halten sich diese CE-Gerüchte schon ewig in Foren und am Kaffeetisch im Tauchladen. Diese Story mit den Schläuchen, die Olli schon angesprochen hat, habe ich auch schon unzählige Male auch von Tauchlehrern gehört.
Die CE-Kennzeichnung ist nur ein Verwaltungszeichen und kein Prüfzeichen und hat 'normalerweise' nichts mit der Qualität oder Zuverlässigkeit des Produktes zu tun.
Faktisch kann man bei Produkten wie Kreislaufgeräten mit CE schon davon ausgehen, dass die geprüft wurden (und auch relativ zuverlässig funktionieren sollten) weil die Norm für Kreisel strenger sind als, z. B. für Tariermittel.
Die oft zitierte CE-Prüfung gibt in dem Sinne auch nicht wirklich. Geprüft wird was von den jeweiligen Normen vorgeschrieben wird und dann muss der Hersteller selber ein CE Zeichen anbringen.
Was im Einzelnen geprüft wird und ob überhaupt geprüft werden muss, kann man leider nur direkt in den Normen nachlesen, die Kosten allerdings gleich ca. 100 Euro pro Norm.

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Martin » Di, 22. Dez 2015, 13:05

Auch schon mehrfach erwähnt, dass sie einen halt ohne CE in Frankreich ggf nicht ins Wasser lassen (wenn man sich einer Tauchausfahrt anschließt).

Aber das hat nix mit der Versicherung zu tun.

Ne Versicherung wird im Schadensfall denke ich immer versuchen, sich rauszuwinden. Besonders, wenn die Kosten explodieren - denke da nur an eine Bergung. Da kann man sich lange in ne Druckkammer reinhocken... Inwieweit es eine Pflicht gibt, bestimmte Specialties vorzuweisen, keine Ahnung. Gesetzlich oder in der Versicherungspolice selbst ist hier sicherlich wenig geregelt. Bei glasklaren Dingen wie Nitrox, Trimix, Höhle wird das sicherlich nicht zu diskutieren sein, sowas sollte denke ich vorliegen, wenn in diesem Zusammenhang ein Versicherungsfall eintritt. Aber ob sie ein Sidemount Brevet verlangen können? Ich weiß nicht... Denke, hier wird dann auch viel auf die tatsächliche Erfahrung und den Unfallhergang geschaut. Besonders, wenn sich sowas dann bis vor's Gericht hochschaukelt.

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon bent » Di, 22. Dez 2015, 13:20

Martin hat geschrieben:Auch schon mehrfach erwähnt, dass sie einen halt ohne CE in Frankreich ggf nicht ins Wasser lassen (wenn man sich einer Tauchausfahrt anschließt).

Aber das hat nix mit der Versicherung zu tun.

Hast du mal nach dem Grund gefragt?

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Re: Haftet die Unfallversicherung wenn ich etwas Tauche, das

Beitragvon Martin » Di, 22. Dez 2015, 18:03

bent hat geschrieben:
Martin hat geschrieben:Auch schon mehrfach erwähnt, dass sie einen halt ohne CE in Frankreich ggf nicht ins Wasser lassen (wenn man sich einer Tauchausfahrt anschließt).

Aber das hat nix mit der Versicherung zu tun.

Hast du mal nach dem Grund gefragt?

Klar. Hatte das hier nicht geschrieben weil offtopic und schon woanders geschildert.

Ganz kurz: Man hat mir von mehreren Stellen versichert/mitgeteilt, dass in Frankreich der Tauchausfahrtsanbieter für den ordnungsgemäßen Zustand der Ausrüstung des Kunden verantwortlich ist und im Fall des Falles haftbar gemacht werden kann. Ein Anzeichen, dass die Ausrüstung nicht ordnungsgemäß ist, ist das Fehlen der CE Kennzeichnung.
Da fehlten und fehlen mir die Worte... Aber das ist wohl sich wie über ne subjektiv unnötige Geschwindigkeitsbegrenzung inklusive Blitzer aufzuregen...
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