Bodensee - Dingelsdorf am Sa oder So 1. oder 2.7.

In dem Bereich ist es die Psyche. Es geht hier um 30-40m, nicht um 50-70m. Und wie erklärst du dir, dass Noobs schneller breit werden als erfahrene Leute???

Aha? Und wie erklärst du dir das, wenn’s mit der Psyche nichts zu tun hat? Dunkel und kalt ist es hier immer.

LOL, ja ach. Die ganzen ‚Tec‘ TL empfehlen auch 1500 Euro Tanklampen und Deko-Stages im DIR Style um 30m TGs im Baggersee zu machen. Was glaubst du wohl woran das liegt? Es sieht halt geiler aus und macht mehr Umsatz.
Und Erziehung und Tauchkultur? Hä?

Ich verstehe nur nicht wieso man ne Stage und Tx mitschleppt um einen 08/15 Sporttauchgang zu machen… ich denke halt immer dran, dass die Leute eine Parkplatzshow machen wollen. Es ist IMHO halt völliger overkill.

Da gebe ich dir recht, nen gewisser overkill ist das schon. Ne Show brauche ich aber nicht. Habe bis Dato rund 300 SM TG, alle im bereich von 0 bis 40 m und nen bisschen plus. Kann da natürlich nicht mit 1000+ TG mithalten, aber ich würde mal behaupten, ich bekomme das mit dem tauchen ganz gut hin, auch wenn das vielleicht besser Außenstehende beurteilen sollten.
Ich habe dieses Jahr mit dem Stage-Tauchen angefangen und bin halt am üben, darum nehm ich die Stage mit auf den 0815 Sporttauchgang. Nehm die Stage ja auch bei den Flachwasser TGs mit um zu üben, wie soll ich es sonst machen? Tx für tiefere TG nehm ich schon länger mit, weil ich eine „günstige“ Möglichkeit habe zu füllen, und weil meiner Ansicht nach nichts dagegen spricht.

Warum verträgt A deutlich mehr Fusel als B? Spätestens weil der Körper sich an wiederkehrende Belastungen anpasst. Drückt man B dagegen einen Trichter in die Hand, damit er sich den Krempel noch schneller rein zieht, ist B nach Adam Riesling noch schneller am Ende.

Den Overkill von einigen kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen… Muss ich aber auch nicht bezahlen

Für 15min unter 30m würde ich vielleicht auch nicht unbedingt ein 21/20 nehmen. Aus der Diskussion halte ich mich raus. Ich kann an dem Termin auch nicht. Wenn du möchtest, können wir aber gerne mal wieder unter der Woche auf einen gemütlichen Tauchgang in den lokalen Seen machen mit einer Übungseinheit und einem Flammkuchen danach :wink:

@Bent
Finde das Thema eigentlich schon interessant. Eigentlich wird in den meisten Foren viel zu wenig gefachsimpelt und über taucherische Erfahrungen geredet. Fast immer nur über Ausrüstung. Tanklampen hier, Wings dort. Stahl oder Alu dort. Warum dreht sich meine Flasche nicht ein ganz da drüben usw. Eigentlich dreht sich das ganze Forum hier und auch bei Taucher.net darum. Selbst in den US Foren sieht es ähnlich aus. Eigentlich schade. So beschränkt sich das ganz meist nur auf das eigene Buddy Team und in der 3er Gruppe. Was sicherlich zu einem kleinen Erfahrungshorizont führt da zumindest wir da zu wenig probieren und auch zu wenig von dem Erfahrungsschatz anderer profitieren.

@Jenner
Ich glaube Alk ist ein Punkt der nicht immer passt. Die Mischung aus Stickstoff und Psyche ist denke ich nicht zu unterschätzen. Bei uns gibt es einen Tauchplatz mit etwas um 30m. Eigentlich ganz locker. Im Winter kann ich öfters aber nur mit sehr sehr starker Konzentration den Kompass ablesen und ich habe vorher meine Kurse auf die Wetnotes geschrieben…
Warum? Anrödeln im Dunkeln. An den See in der Nacht laufen. Ins dunkle Wasser laufen. Eine ganze Weile flach antauchen und dann Abstieg wenn es Blöd läuft durch eine sehr lange Nebelschicht mit keinen 10cm Sicht. Da sieht man oft nicht mal die Lampe des Buddys. Also schnell runter. Alles Dinge die zumindest meinem Kopf nicht immer gut tun. Und dann vielleicht noch etwas Stickstoff. Batsch und der Kompass wird auf einmal sehr kompliziert.

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Aye CCM immer! Können gern mal wieder ne runde blubbern gehen.

Ansonsten finde ich die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Tx Gemischen bei normalen Tauchgängen auch interessant. Viel Unterschied merke ich auch nicht wirklich, denke aber immer, besser vorsorgen als nachsehen Bild mir halt ein, dass es ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn ist, auch wenn ich jetzt nicht gerade übervorsichtig bin…

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Natürlich spielt auch Training und Erfahrung eine Rolle, wenn Anfänger schneller „breit“ werden. Aber auch die Tagesform entscheidet bei ansonsten gleichen Bedingungen (Tiefe, Licht, Temperatur). Und wenn bent wirklich in den wissenschaftlichen Bereich will: die „Psyche“ wird von sehr vielen Dingen beeinflußt, die u.U. nicht immer im Einflußbereich des Betroffenen liegen! Schlaf, Streß, Eustreß, Hydratation, Medikamente, Krankheiten (hier auch Infekte mit Viren, Parasiten und Bakterien!), Sonnenscheinstunden (u.a. über Vit.D-Produktion), Allergien, Gase mit div. Partialdrücken, Sozialisation, ob einen der Chef einen morgens angepflaumt hat,…! Das meiste ist noch nicht mal richtig erforscht :gruebel: !
Und von wegen „dunkel & kalt ist es hier immer …“ - trotzdem hat man ja auch nicht bei jedem TG Probleme, sondern mal bei 40m, mal bei 45 und seltener bei 32m. Die ganz harten natürlich nicht mal bei 70m, eh klar.
Das es natürlich v.a. um´s Geld geht, wenn Tx ab 30m empfohlen/vorgeschrieben(?) wird ist klar. Muß auch nicht sein. Genausogut kann man bei 10°C auch im Halbtrocki oder naß gehen. Je nachdem, wie man es beigebracht bekommt (Erziehung!) und wie man es in seiner Umgebung sieht, kopiert, übernimmt, gut findet, vom Gruppenzwang aufgedrängt bekommt, usw. (Kultur - ggf. mal in Wiki nachlesen :lesen: was das ist, manche haben auch keine).
In der Die-Hard-Auslegung bräuchte man im Urlaub auch kein 32er Nitrox für entspannte 15m TGs wenn´s nicht um die längere Grundzeit geht. Warum wird das gemacht, v.a. wenn´s nix extra kostet? Da fällt schon mal das pekuniäre Totschlagargument weg!
Und üben oder trainieren heißt eben auch, Situationen und Abläufe unter weniger extremen Bedingungen durchzuführen. Wer dagegen etwas hat oder nichts davon hält, ist nicht mutig sondern etwas anderes. Oder will z.B. wer notfallmäßig von Ärzten operiert werden. die nie geübt haben?
Nochmal: müssen muß ja keiner, aber wer will kann einfach. Und wer weiß auf den ersten Blick, welches die Typen mit der Parkplatzshow sind??? Mich hat man auch schon wegen meiner „Stages“ ausgelacht! Dabei waren die Typen nur unfähig, ein Sidemount-Rigging zu erkennen. Soll´s geben.

Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst. Wenn du zwischen 30-40m breit wirst, dann liegt der Grund dafür zwischen den Ohren bzw. an der eigenen Nervosität. IMHO ist die Psyche in diesem Bereich der maßgebliche Faktor… was soll’s sonst sein?

Hä? Was denn für ein Totschlagargument? Nitrox hat doch nichts mit Trimix zu tun. Nitrox im Urlaub nimmst du um länger im Wasser zu bleiben zu können und das macht man auch wenn’s extra kostet. Tx benutzt man damit man keine Narkose bekommt. Wenn man sich aber schon oberhalb 40 m mit Luft nicht sicher fühlst oder ‚Probleme‘ hast, dann sollte man IMHO lieber erstmal nicht so tief tauchen anstatt auf Tx wechseln.

Meine Erfahrung mit Luft geht nur bis knapp unterhalb von 50m, tiefer würde ich damit aber auch nicht gehen.
Die Lektüre des Buches „Der Letzte Tauchgang“ vor gut 10 Jahren haben für mich damals die Weichen gestellt, dass ich so etwas nie probieren würde.
Was die Narkose angeht, die Gefahr sollte man auf gar keinen Fall unterschätzen. Meine Erfahrung deckt sich mit der anderer, dass man schon ab 30m erheblich eingeschränkt werden kann.
Bei mir hängt das vom physischem aber auch vom psychischem Stress ab.
Je tiefer der Tauchgang führt, desto schneller kann die Narkose das Schiff zum kentern bringen. An entsprechende Erlebnisse meinerseits kann ich mich gut erinnern. Kälte, Strömung und Anstrengung sind ebenfalls extrem entscheidende Faktoren.
Klar hat Bent Recht, man kann sich an den Stickstoff gewöhnen. Und wenn man ruhig und entspannt bleibt, sollten 50m mit Pressluft für einen erfahrenden Taucher dann auch machbar sein.
Aber…
Sobald etwas schief läuft werden die Karten neu gemischt und wie man so schön sagt „all bets are off…“

Entsprechend kann ich niemandem verdenken, dass er ab 30m lieber auf Nummer sicher geht und den Stickstoff reduziert.
Das ist vorausschauend und schlau aus meiner Sicht.

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Würd’ mich nicht wundern, wenn die Leute in ein paar Jahren anfangen sich 2 Stages und Tx21/60 umschnallen um 20m Tgs mit 20min GZ zu machen… im neuen SSI OWD Buch steht schon, dass die böse Narkose bei 18m anfängt.

Naja, normalerweise kann man seine Papenheimer schon vor oder am Anfang vom TG erkennen.
Wenn z. B. der Trimm nicht sitzt ist meist auch die Tarierung nicht ganz auf der höhe, dann wird auf tiefe mehr gerudert, das fühlt sich dann nicht so toll an und schon merken die Leute was, weil die Atemfrequenz ansteigt. In dem Fall steigt man dann halt ein bisschen auf… Tx kann in diesen Fällen auch ne Krücke sein und es muss auch nicht immer jeder gleich 3 Jahre nach dem OWD Tx Höhlen Instructor im werden, aber die Zeiten scheinen ja eh rum zu sein.

In den letzten Jahren hat sich Tauchen echt noch mehr zum ‚Bezahlsport‘ gewandelt, als es eh schon war.

Da sind wir ja bald wieder beim Lieblingsthema. Karten und Instruktor-Ränge kaufen und dem generellen Verfall des Tauchsports :smiley:

Und generell stimme ich Dir da ja zu, nur wenn hier jemand aus Fun und/oder Sicherheitsaspekten ein wenig Trimix taucht, spricht da für mich nichts dagegen. Auch wenn ich selber dafür zu geizig wäre ist es doch sinnvoll.

Ich denke ich sollte demnächst mal anfangen ‚Tec Wrack‘ Expeditionen ins Quellental anzubieten. T-Shirts inklusive.

Von wegen Wrack, vom Unterwasserhaus ist in Quellental nicht mehr viel übrig.

Aber wir haben in der Innenförde echte Tech-Destinations :smiley:
Deep Tec-Diving im Loch vor Kollund Mole zum Beispiel :smiley:

Es gibt im badischen Tauchgebiet den einen oder anderen Verein wo Trimix nichts oder fast nichts für Vereinsmitglieder kostet.

Hi,

Gibt es eigentlich wirkliche Studien (nicht nur Erfahrungsberichte oder 2 Probanden-„Studien“) zum Thema Toleranz der Stickstoffnakose?
Und ist das eine echte Toleranz oder nur wie beim Alkoholiker eine „gefühlte“?

Ich hatte Anfang der 2000er Jahre jedes WE zwei TG gemacht. Bodensee. Jeweils erster TG 50ziger Marke, zweiter TG max. 40m. Immer ordentlich viel Deko (bis 15min.). Das mit 12L und 10L Pressluft… und die Heimfahrt dann immer mit Fahrerwechsel weil Tod müde.

Völliger Quatsch den wir damals gemacht hatten. Heute mache ich die TG bis 40m mit Pressluft. Mit GZ 20min.+ auf 40m dann mit Tx und oder Deko-Tank (50% O2). Tiefer dann nur noch mit Tx und optimiertem Nitrox.

Letztlich bin auch in zu geizig für TG bis 40m Tx oder optimiertes Nx zu verwenden. Und für Trainings-TG macht es absolut auch Sinn diese im flacheren Wasser zu machen. Wechsel-Prozeduren, Notfall-Prozeduren, Kommunikation etc. pp

Ja, gibt’s, z. B. im Ehm.

Bei Alkis gibt es eine echte Toleranz. Beim Stickstoff ist es aber keine Toleranz, wie beim Alk. Du ‚verträgst‘ deutlich weniger Stickstoff, wenn du unruhig oder nervös bist.

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Das sehe ich genauso. Man kann durch Übung, Routine und Ruhe die auslösenden Faktoren (also die Trigger) minimieren, bzw. es versuchen.
Erfahrung hilft natürlich ungemein, auch hilft sie das Einsetzen der Symptome (Adrenalinausstoss, schneller Herzschlag, Angst oder Euphoriegefühle, Tunnelblick usw.) rechtzeitig zu erkennen.
Aber wie Bent schreibt, wenn Angst, Unruhe, Stress und Ähnliches auftreten, z.B. weil ein Schlauch platzt, der Atemregler vereist, der Buddy plötzlich Unruhe verbreitet usw…, dann holt einen die Wirkung des Stickstoff ganz schnell ein und man hat den Salat.
Deswegen, solange alles reibungslos läuft und man sich an die Tiefe ran getastet hat ist es nicht so problematisch. Aber wehe es läuft etwas schief, dann ist jeder Meter unterhalb von 30m oder sagen wir mal 40m ein zusätzlicher Multiplikator.

Trainings im Glachwasser finde ich unerlässlich! Wenn die Drills da nicht sitzen, dann sitzen sie auch in der Tiefe nicht, und dann ist halt die Kacke am dampfen…
Aber ich trainiere ja auch nicht im Flachwasser und plane dann mein nächsten TG gleich über 40 m mit ewig langer Deko. Darum ist es mir lieber nen kurzen Deko TG zu planen und das Gerödel mitzuschleppen. Auch wenn man darauf sicher verzichten könnte. Selbstverständlich auch blödsinnig wenn ich zuvor nie Tief und Dunkel getaucht bin.

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Ok, der wirkliche Alkoholiker ist ein schlechter Vergleich,ich wollte darauf hinaus, dass viele Menschen gerade beim Alkoholkonsum ihre Reflexe und Koordination falsch einschätzen bzw. ihre Toleranz überschätzen.

Läuft man nicht auch Gefahr dieser Selbstüberschätzung beim Tauchen zu erliegen, vor allem wenn die Toleranz auch noch nicht echt ist?

Kennt jmd. den Namen der Studie oder etwas ausführlicher die Ergebnisse? Bzw. ist die Studie im Internet veröffentlicht? Falls ja, vielen Dank schon mal im Voraus

Ich finde das super, dass hier gerade über so subjektive Themen wie Stickstoffnarkose mit persönlichen Erfahrungen diskutiert wird.

Meine Tiefenerfahrung sind 50m mit Presslusft. Auf 40m fühle ich mich sattelfest - habe ca. die Hälfte meiner 400 Kaltwasser TG auf dieser Tiefe - bin dort quasi zu Hause. Auf dieser Tiefe kann ich die Stickstoffnarkose im Kopf deutlich spühren und alles wird ein wenig langsamer, ohne dass es mich irgendwie behindern würde. Aber ich merke auch eine zunehmende Eintrübung je länger wir dort bleiben. Auf 50m geht dies entsprechend deutlich schneller. Also es ist was, das man gut kontrollieren kann, aber aufgrund der genannten Symptome halte ich derzeit Respektsabstand zu den 50m ein. Wie bereits beschrieben, mit ein wenig Übung kann man das entspannt kontrollieren, aber was ist wenn mal was passiert, man ein paar Handgriffe braucht und der AMV steigt. Ich möchte dann nicht feststellen, langsam zum Passagier zu werden und würde TG spätestens ab 50m auch Tx vorbehalten.
Ich bin daher ganz bei McMille, wenn jemand das Geld für Tx investiert, ist das absolut seine Sache, ich würde mir nie anmaßen zu sagen, dass es bei 40m rausgeschmissenes Geld ist. Stickstoff ist nichts zum Grenzen ausloten, auch wenn vermutlich noch viel mehr geht.