Unterzieher... die Qual der Wahl

Alles rund um die verschiedenen Ausrüstungen - außerdem Modifikationen, die Du an Deiner Ausrüstung vorgenommen hast um sie noch besser auf Dich abzustimmen
CMM
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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon CMM » Fr, 12. Feb 2016, 13:33

Soweit mir bekannt wurde der Oberarm neu designed. Bei älteren Weezle hilft eine Nylon Strumpfhose über den Arm zu ziehen.
Was mir an den ganzen Thinsulate nicht gefällt ist das man mehr Luft für die Isolation braucht. Im Sommer brauche ich mit einem Thinsulate in der Deko mehr Blei als im Winter. Mit den Fleeze Varianten empfinde ich es nicht so stark.

Eldritch
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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon Eldritch » Fr, 12. Feb 2016, 13:38

Fox hat geschrieben: Das einzige Problem mit ihm ist, dass der Stoff das Auslassventil verkleben kann. Leider ist mir das damals mit meinem auch passiert, inkl. einem unkontrollierten Aufstieg in meiner Anfangskarriere. Alleine das ist ein Grund warum ich ihn, sofern er im Bereich des Oberarms nicht neu designed wurde, nicht empfehlen kann.


Hab da den Tipp gelesen im Bereich des Auslassventils den Arm mit Ducktape abzukleben :stumm:

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tauchnix
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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon tauchnix » Fr, 12. Feb 2016, 14:09

Der Weezle hat eine Hohlfaserfüllung, kein Thinsulate.
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www.porzer-taucher.de

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon CMM » Fr, 12. Feb 2016, 15:06

Hmm eigentlich dachtenich immer Thinsulate ist nur ein Markenname und ist auch eine Hohlfaser. Ähnlich Polartec und normaler Fleece. Laut Alpinisten.info/Ausrüstung ist das auch so. Aber sicher bin ich mir bei weitem nicht.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon bent » Fr, 12. Feb 2016, 16:05

Ich glaube nicht, dass Weezle ne Hohlfaser ist. Hohlfaser kannst du normalerweise nicht so sehr komprimieren wie einen Weezle.
Thinsulate ist ein Markenname und auf jeden Fall ne Hohlfaser.'

CMM hat geschrieben:Was mir an den ganzen Thinsulate nicht gefällt ist das man mehr Luft für die Isolation braucht. Im Sommer brauche ich mit einem Thinsulate in der Deko mehr Blei als im Winter. Mit den Fleeze Varianten empfinde ich es nicht so stark.

Eigentlich habe ich mal gelernt, dass NUR die Luft isoliert und nicht der Unterzieher selber. Das beste Material sollte also die meiste Luft halten, ohne dass sich die Luft bewegen kann und ohne Feuchtigkeit aufzunehmen bzw. muss Feuchtigkeit von der Haut transportiert werden.
Vllt hab ich da was missverstanden... aber eigentlich funktioniert das bei Gebäuden auch nicht anders... Rockwolle hält ja auch nur Luft.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon CMM » Fr, 12. Feb 2016, 16:46

Es ist schon klar das die Luft isoliert Bent. Die Frage ist wie viel Luft man dazu braucht. Wenn man dein Argument auf die Spitze treibt könnte man direkt sagen nehmen wir nur eine Drybase und dann Luft. Wird funktionieren. Nur wie viel Luft braucht man dann dafür und wie viel Blei zusätzlich.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht das ich mit einem nicht voluminösen Anzug weniger Blei brauche. Tauche ich mit einem SeaLion und als Vergleich einen Waterproof HD dann mach das bei mir fast 4kg aus um bei 4 Grad in der Deko nicht zu frieren. Ähnlich bei einem FE Zwiebelprinzip. Im Sommer kein Thema, da ist wenig Luft im Anzug beim Waterproof, im Winter geht das hier nur bei den anderen Unterziehern bei mir.
Mag sein das bei dir anders ist und ich eine Frostbeule bin. Aber so sind eben meine Erfahrungen.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon Fox » Fr, 12. Feb 2016, 16:52

In der Klasse der dickeren Unterzieher hatte ich sowohl einen Weezle Extreme Plus also auch einen Santi BZ400 mit Thinsulate.
Beide waren ca. gleich warm und in beide musste ich ca. gleich viel Luft befüllen. Der Weezle war an der Oberfläche noch deutlich angenehmer, sprich wärmer, als der BZ400.
Das Blei war ebenfalls ca. gleich, ggf. beim BZ400 ein Kg oder so weniger.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon bent » Fr, 12. Feb 2016, 16:58

CMM hat geschrieben:Es ist schon klar das die Luft isoliert Bent. Die Frage ist wie viel Luft man dazu braucht. Wenn man dein Argument auf die Spitze treibt könnte man direkt sagen nehmen wir nur eine Drybase und dann Luft. Wird funktionieren. Nur wie viel Luft braucht man dann dafür und wie viel Blei zusätzlich.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht das ich mit einem nicht voluminösen Anzug weniger Blei brauche. Tauche ich mit einem SeaLion und als Vergleich einen Waterproof HD dann mach das bei mir fast 4kg aus um bei 4 Grad in der Deko nicht zu frieren. Ähnlich bei einem FE Zwiebelprinzip. Im Sommer kein Thema, da ist wenig Luft im Anzug beim Waterproof, im Winter geht das hier nur bei den anderen Unterziehern bei mir.
Mag sein das bei dir anders ist und ich eine Frostbeule bin. Aber so sind eben meine Erfahrungen.

ÄÄhh... ja. ich glaube ich deinen letzten Post nicht richtig gelesen.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon Antares » Fr, 12. Feb 2016, 20:01

Gegenüberlegung, der Wärmefluss ist ja von warm nach kalt. Da Wärme einen Träger braucht, für diesen Transport. Kann also folglich mehr Luft auch mehr Wärme weiter tragen.
Damit schlägt sich die Brücke zwischen gaaanz viel Luft im Anzug vs. neue Mat. Mix und dafür im semisqueez zu tauchen.
Nur meine Gedanken, muss nicht richtig sein.
Viele Grüße

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon Alubuddel » So, 14. Feb 2016, 11:27

Antares hat geschrieben:Gegenüberlegung, der Wärmefluss ist ja von warm nach kalt. Da Wärme einen Träger braucht, für diesen Transport. Kann also folglich mehr Luft auch mehr Wärme weiter tragen.
Damit schlägt sich die Brücke zwischen gaaanz viel Luft im Anzug vs. neue Mat. Mix und dafür im semisqueez zu tauchen.
Nur meine Gedanken, muss nicht richtig sein.
Viele Grüße


Gute Überlegung! Wenn wir das ganze physikalisch betrachten müssen wir zwischen Wärmestrahlung, Wärmeleitung und Konvektion unterscheiden.

Wärmestrahlung (IR-Strahlung) funktioniert nicht durch "undurchsichtige" Stoffe - ist also nicht relevant.

Die Wärmeleitung in Luft ist eigentlich vernachlässigbar, in Feststoffen (-> Kunststoffen, Füllmaterial Unterzieher) zwar vorhanden, da wir jedoch nur Fasern und deshalb von geringer Bedeutung. Luft (trocken!) isoliert ziemlich gut, deswegen sind die meisten Isolierstoffe ja voluminös. Argon hat in übrigen etwa eine um den Faktor 1,5 schlechtere Wärmeleitfähigkeit wie Luft, also für uns besser.

Was nach meiner Meinung die größte Auswirkung bezüglich der thermischen Isolierung hat ist die Wärmeströmung (Konvektion), nämlich der Lufttransport im Anzug. Bei jeder Bewegung wird die warme (und feuchte!) Luft vom Körper nach außen befördert, um an der Innenseite des Trockis wieder abzukühlen. Dabei kondensiert das am Körper (unter Energieaufwand) verdunstete Wasser und gibt die Energie in Form von Kondensationswärme wieder ab - direkt an den Trocki der die Wärme dann über Wärmeleitung ans Wasser abgibt. Ein Wärmepumpeneffekt quasi.

Ich denke, wenn der Lufttransport im Trocki erschwert wird, ist thermodynamisch schon viel geholfen. Und wäre es eine Alternative, den Trocki mit Trockengranulat-Beuteln auszustopfen um die Luftfeuchte möglichst gering zu halten? :grins:

Ich finde den KWARK Navy Unterzieher recht interessant, aufgrund meiner Bleisituation brauche ich gute Isolation bei geringem Volumen.
Viele Grüße
Markus

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon JoeHarness » Fr, 22. Sep 2017, 11:05

Danke für deinen Beitrag Markus, ich kanns mir ganz gut vorstellen. Das mag auch der Grund sein, warum morderne Unterzieher sehr komplex aufgebaut sind und nicht einfach ein Sack wie ein Federbett wie die alten. (Die scheinbar nur auf diesen reinen Effekt Isolation durch Luftvolumen gesetzt haben)

Ich stehe bald vor einer ähnlichen Wahl, da ich noch so einen obengenannten habe (den alten Kallweit Saros). Wie sieht es mit dem neuen Saros SFT aus? Der war hier noch nicht in der Diskussion. Mein Tauchpartner hat den neu. Schaut gut aus und er hat sich seitdem nicht über Frösteln beklagt, aber war ja auch Sommer ;-).
Viele Grüße, Johannes

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon skynet0511 » Fr, 22. Sep 2017, 20:09

KWARK Navy hab ich jetzt seit 2 Jahren und Tauche den im Sommer wie Winter in Deutschland. Für den Winter einfach die Thermo Unterwäsche drunter und fertig. Für Sommer Thermo Unterwäsche weg T-Shirt und Shorts drunter. Reicht völlig. Liegt eng am Körper an steht nix ab.

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon Antares » Fr, 22. Sep 2017, 21:55

Kwark Navy ist nicht besser oder schlechter als andere " gute 400ér", aber sehr beweglich, muss man sagen. Wenn andere Unterzieher gut sitzen, sollten aber auch da keine Schwierigkeiten auftreten.
Erhebliche Verbesserung bringt eine Weste, nochmal deutlich, da kann man gerne in Richtung Kwark Navy Tech schauen. Selbst der dünne FE Xerotherm Lappen ist spürbar.
LG
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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon JoeHarness » Sa, 23. Sep 2017, 0:30

Hat jetzt dann der teuerere SF Arctic überhaupt noch Vorteile gegen den KWARK Navy? Beide versprechen ja 400er vergleichbare Isolation bei besserer Beweglichkeit.
Dieser KWARK hat mich jetzt mal neugierig gemacht, hab mir gleich ein Probeexemplar rausgelassen, werd das demnächst mal probieren.
Viele Grüße, Johannes

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Re: Unterzieher... die Qual der Wahl

Beitragvon JoeHarness » Sa, 23. Sep 2017, 0:39

Was haltet ihr von Heizweste zur Ergänzung. Mein Favorit die SF X-Heat, wegen guter Empfehlungen. Oder besser nur Thermo Unterwäsche und Heizung rausgeschmissenes Geld?
Viele Grüße, Johannes

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